Die Ungewissheit ob der Zukunft des Radverkehrs durch das sogenannte „Haundorfer Löchla“ scheint vorbei zu sein. Bürgermeister German Hacker berichtet in einer Pressemitteilung, dass der Ausbau des Radweges fest vorgesehen sei. Hacker antwortet damit auch auf Fragen zweier Stadtratsfraktionen.

Hacker schreibt: „Im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A 3 wird das Haundorfer Löchla komplett neu und verbreitert gebaut,“ Die Kreisstraße ERH 3 werde ebenso durchgeführt wie ein abgetrennter normgerechter Rad- und Fußweg, berichtet er. Das sei die Verlängerung des auf Herzogenauracher Seite bereits vorhandenen Rad- und Fußwegs in Richtung Häusling. Mit der Fertigstellung des neuen „Haundorfer Löchlas“ ist laut Hacker spätestens im Jahr 2025 zu rechnen.

Der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss der Stadt Erlangen habe, so der Herzogenauracher Bürgermeister weiter, im Mai 2020 die Aufstellung eines zugehörigen Bebauungsplans beschlossen. Damit wolle man auch auf Erlanger Seite den Rad- und Fußweg bis in den Ortseingang Häusling hinein fortsetzen. Es handelt sich um den Bebauungsplan Nr. 472 – Radweg Haundorf-Häusling – mit integriertem Grünordnungsplan. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung hat laut Hacker bereits stattgefunden.

In der Begründung des Bebauungsplans auf der Homepage der Stadt Erlangen heißt es: „Bei dem geplanten Fuß- und Radweg handelt es sich um eine wichtige Verbindung zwischen Erlangen und Haundorf beziehungsweise Herzogenaurach, insbesondere dem Wohn- und Gewerbegebiet Herzo Base. Gemäß einer Radverkehrszählung aus dem Jahr 2015 wird die Haundorfer Straße zwischen Häusling und Haundorf von rund 500 Radfahrern pro Tag befahren. Auf dem Gebiet des Landkreises Erlangen-Höchstadt zwischen Haundorf und der A 3 wurde die Fuß- und Radwegeverbindung südlich parallel zur Kreisstraße ERH 3 bereits vor einigen Jahren hergestellt. Auf Erlanger Stadtgebiet ist dies noch nicht erfolgt.“

Aktuell befindet sich das Verfahren in der Beteiligungsphase der Träger öffentlicher Belange (auch die Stadt Herzogenaurach ist ein solcher). In Häusling (Tempo 30) werden die Radfahrer auf der Straße geführt, um dann am östlichen Ortsausgang wie bisher ab der Kreuzung Haundorfer Str./Kieselbergstraße wieder auf das separat geführte Rad- und Fußwegenetz zu gelangen.

Der nächste Verfahrensschritt (die öffentliche Auslegung) des Bebauungsplanes Nr. 472 soll vonseiten der Stadt Erlangen voraussichtlich noch vor der Sommerpause stattfinden, informiert Hacker weiter. „Insofern forciert die Stadt Erlangen die Umsetzung dieses so wichtigen Lückenschlusses unseres verbindenden Rad- und Fußwegenetzes. Die Stadt Herzogenaurach begrüßt und unterstützt diese Planung selbstverständlich“, schreibt Hacker abschließend. red