Die Mitgliederversammlung des Kreisverbandes Erlangen-Höchstadt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) fand turnusgemäß wie vorgesehen alle vier Jahre statt. Pandemie-bedingt musste diese unter Wahrung eines strengen Hygienekonzepts erfolgen und war auf insgesamt 100 Teilnehmer begrenzt.

Aufgrund dessen wurden die Neuwahlen im Anschluss an die Versammlung als Urnenwahl durchgeführt, so dass alle Mitglieder ihre Stimme abgeben konnten. Im Mittelpunkt standen die Rechenschaftsberichte von Vorstand und Kreisgeschäftsführung. Stefan Müller , der Vorsitzende des Kreisverbandes in den letzten vier Jahren, gab eine Übersicht über die wichtigsten Ereignisse der letzten vier Jahre. Schwerpunkt der Vorstandsarbeit waren die Umsetzung wichtiger strategischer Fragen und die Finanzplanung. Breiten Raum nahmen dabei die Bauprojekte und die Erweiterung des Angebots im Bereich der Pflege ein.

Es erfolgte der Neubau und der Bezug der Rettungswache Herzogenaurach und des BRK-Stützpunktes in Adelsdorf, wobei die Gemeinde den Ersatzstandort in der Höchstadter Straße samt Garage zur Verfügung stellte, der vom BRK gepachtet wurde. Dort wurde dann eine Unterkunft für die Bereitschaft und das Jugendrotkreuz (JRK) erstellt.

Um die Aktivität und die Leistungsfähigkeit der Gemeinschaften zu erhalten, wurden Baumaßnahmen durchgeführt, neue Flächen geschaffen sowie Geräte beschafft. „Die ambulante und stationäre Pflege ist ein ganz wesentliches Standbein unserer Arbeit“, sagte Müller. So wurde ein Mehrfamilienhaus in Höchstadt gebaut, damit Wohnraum für neue Mitarbeiter angeboten werden konnte.

Die Bewältigung der Corona-Pandemie forderte alle Bereiche des BRK in Haupt- und Ehrenamt. Sowohl der Rettungsdienst als auch alle anderen Dienste standen im Mittelpunkt der Bewältigung der Lage. Vorgänge um Impfungen im Seniorenzentrum hätten zur Schädigung des Ansehen des Verbands geführt.

Beim Betrieb der Schnelltestzentren in Erlangen und Höchstadt habe über drei Monate die Leistungsfähigkeit des BRK-Kreisverbands und des komplexen Hilfeleistungssystems unter Beweis gestellt werden können. Insgesamt 80 ehrenamtliche Helfer aus Bereitschaften, Bergwacht , Wasserwacht und JRK waren daran beteiligt. Sie führten in 5600 Einsatzstunden fast 20 000 Schnelltests durch. Stefan Müller sprach Bastian Selig besonderen Dank aus, der das mit vielen Mitstreitern professionell durchgeführt habe. Als wesentliche Handlungsfelder in den kommenden Jahren nannte Müller den Ausbau der BRK-Infrastruktur mit Planungen für zwei Rettungswachen in Heroldsberg und Baiersdorf, die bereits läuft.

Neben der guten Aufstellung in den Bereichen Rettungsdienst , Pflege, Ausbildung, Hausnotruf und Essen auf Rädern, die weiter ausgebaut werden soll, gehe es auch um die Frage, ob sich der Kreisverband in neuen Tätigkeitsfeldern engagieren könne. Müller dankte auch einer Person, die sich nicht mehr zur Wahl stellte: bei seiner bisherigen Stellvertreterin Alexandra Hiersemann.

Die Neuwahl des Vorstands im Kreisverbandsgebäude in Erlangen führte das Team des Wahlausschusses um Andreas Thumser durch, wobei für das Amt des Ersten stellvertretenden Vorsitzenden noch eine Stichwahl durchgeführt wurde.

In den nächsten vier Jahren besteht der Vorstand des BRK-Kreisverbands aus: Stefan Müller , Vorsitzender ; Christian Zwanziger, stellvertretender Vorsitzender ; Birgitt Aßmus, Zweite stellvertretende Vorsitzende ; Peter Lederer, Chefarzt; Thomas Ruppert, stellvertretender Chefarzt; Hans-Peter Lechner, Schatzmeister; Anton Schuster, stellvertretender Schatzmeister; Stephan Pache, Justitiar.

Der Haushaltsausschuss besteht aus sieben Mitgliedern: Melitta Schön, Christof Busch, Martin Freundt, Alexander Freundt, Andres Klein, Manfred Seeberger und Bettina Pöschl.

In der Bezirksversammlung Ober- und Mittelfranken vertreten fünf Delegierte den Kreisverband : Kirsten Fraedrich, Thomas Heideloff, Anton Schuster, Julian Pertek, Wolfgang Knapp. In der Landesversammlung Bayern vertreten Heideloff, Fraedrich und Schuster den Kreisverband . red