Viele Menschen denken: Kirche ist alt und grau, verstaubt und unbeweglich. Die Macher der Kunstaktion in St. Josef Niederndorf wollten den Beweis antreten, dass Kirche auch bunt und vielfältig, kreativ , jung und beweglich sein kann. Im Rahmen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit der katholischen Erwachsenenbildung konnten Interessenten an drei Tagen ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen. Plakate am Gemeindebau luden dazu ein.

Die Aktion stand unter der Anleitung von Gabi Schlüter, Referentin bei der Erzdiözese München , die extra für diese drei Tage nach Niederndorf gekommen war. Die ausgebildete Lehrerin wirkt als Religionspädagogin in München. „Der Bezug zum Leben ist mir beim Gestalten ganz wichtig“, erklärte Schlüter. Ihr sei es wichtig, auch mit alten Gegenständen noch etwas zu machen, „dass etwas von dem Alten weiterlebt“. Der Kontakt kam über den Gemeindereferenten Bernhard Keller zustande.

Die drei Tage in Niederndorf mit ihr standen unter dem Motto „Lust und Freude am Leben in ungewissen Zeiten“. Eingeladen waren Junge, Alte, Jugendliche , Kinder , Paare, Familien, Frauen, Männer, einfach alle, die Lust hatten, sich bei einem oder mehreren Workshops kreativ zu betätigen und sich dabei Gedanken über sich und das Leben zu machen und etwas Einzigartiges für den Garten oder die Wohnung zu gestalten.

Im Pfarrgarten gearbeitet

Gearbeitet wurde im Pfarrgarten zum Teil mit Stücken und „Schätzen“ aus dem Pfarrzentrum St. Josef Niederndorf . Es waren auch eigene Schätze zur Weiterbearbeitung akzeptiert.

Am ersten Tag konnten ganztägig Insektenhotels angefertigt und „Lebensbretter“ am Lagerfeuer gestaltet werden. Beim Workshop „Ziegel und Steine bemalen und beschriften, Mosaik“ konnte jeder seiner kreativen Ader freien Lauf lassen. Lena hatte gleich ihre Mutter Sandra Zenger und ihre Oma Waltraud Bohn zur Unterstützung mit dabei, die ihr bei der Gestaltung mit Rat und Tat zur Seite standen. Am Nachmittag unter dem Motto „Stühle und Licht“ konnten Holzscheite und Kerzentropfschalen, Kerzenhalter aus alten Dachziegeln, Deckenfluter aus alten Kirchenlampen gestaltet, Dachziegel beschrieben, bemalt, mit Mosaik versehen, alte Stühle neu gestaltet werden als „Mein guter Platz“ im Leben und oder Kirche . Der zweite Tag begann mit einem Gottesdienst mit der Band „Spirit of Life“. Am Nachmittag wiederholten sich die Workshops vom ersten Tag und die Aktion „Lebensbretter“.

Nach einer Andacht am Abend mit Lichtinstallationen konnten bei einer Ausstellung die bis dahin entstandenen Kunstwerke bewundert werden. Der dritte Tag begann mit einem Kreativ-Frühstück für Frauen: Eigenartige Spiegel-Sachen, Bretter-Spiralen, Workshops mit Mosaiken, Ziegel- und Lichtkunstwerke. Außerdem konnten Stühle neu gestaltet werden oder andere Sachen.

Mitzubringen waren Pinsel, Malbecher, Schmirgelpapier, Schnitzutensilien, Farben (die eh mal wegmussten), Eddings, Lack, alte Lappen, Holzleim, Heißkleber, Muggelsteine, Spiegel(scherben), usw. Die liturgische Angebote waren auch ohne Anmeldung zugänglich.