Auf der Staatsstraße 2240 an der Abzweigung in die Erlanger Straße will die Fraktion der Freien Wähler Heßdorf einen Kreisverkehr errichten. Aufgrund von Abbiegeverstößen komme es an dieser Stelle immer wieder zu gefährlichen Situationen. Nach Meinung der Fraktion ist dies ein „Unfallschwerpunkt“, heißt es in dem Antrag . Diese Bezeichnung wies Sitzungsleiter und Zweiter Bürgermeister zurück, plädierte aber ebenfalls für einen Kreisverkehr. Denn im Kreuzungsbereich kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Gefahr während der „Rushhour“

„Wir benötigen dringend eine Lösung“, so der Antrag weiter. Durch den Ausbau der BAB 3 und dem zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommen sehen wir die derzeitige Lösung – Kreuzung mit Vorfahrtsberechtigter Staatsstraße – als nicht zielführend an. Darüber hinaus ist ein Abbiegen in die Staatsstraße, während der sogenannten „Rushhours“ (morgens und abends) besonders gefährlich und führt immer wieder zu kritischen Situationen. Gerade vor dem Hintergrund des Ausbaus der BAB 3 und der damit verbundenen Baumaßnahmen wäre eine kurzfristige und gemeinsame Umsetzung ideal und vermutlich auch kosteneffizient, steht zudem im Antrag .

Das Thema wurde im Rat schon einmal behandelt und im März 2015 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Diese kam zum Ergebnis, dass die Kreisverkehrslösung im dortigen Bereich sowohl aus baulicher als auch aus verkehrstechnischer Sicht grundsätzlich möglich und auch ausreichend leistungsfähig wäre. Mit dieser Studie wandte sich die Gemeinde Heßdorf an das zuständige Staatliche Bauamt , das diese Maßnahme hätte umsetzen müssen. Vom Staatlichen Bauamt wurde das Vorhaben seinerzeit jedoch negativ beschieden.

Keine andere Bewertung in Aussicht

Nach Auffassung der Verwaltung kann nun anhand der Machbarkeitsstudie sicherlich nochmals der Antrag gestellt werden. Es ist für die Verwaltung jedoch nicht ersichtlich, dass sich an der Situation vor Ort maßgeblich etwas verändert hätte, was für eine andere Bewertung durch das Staatliche Bauamt sprechen würde. In der Antwort der Verwaltung heißt es: „Sofern hier nochmals eine aktuelle Studie durchgeführt werden sollte, wäre sicherlich wieder mit entsprechenden Kosten zu rechnen (seinerzeit rund 8000 Euro).“

Einer der wesentlichen Punkte für die damalige Ablehnung, dass nämlich nur drei Richtungen „bedient“ werden, ist weiterhin gegeben. Das lässt darauf schließen, dass das Vorhaben wieder abgelehnt werden dürfte. Die Verwaltung schlägt vor, anhand des vorliegenden Gutachtens nochmals beim Staatlichen Bauamt nachzuhaken. Sofern das Vorhaben wieder aus den gleichen Gründen abgelehnt werden sollte, erscheint es mehr als fraglich, ob das Geld für eine erneute Machbarkeitsstudie sinnvoll investiert wäre.

Heftige Vorwürfe kamen von Thomas Külle (FW): Die Verwaltung mache es sich schon sehr einfach und wähle den Weg des geringsten Widerstandes.

Vorlage geht noch mal ans Bauamt

Er und seine Fraktion würden das nicht hinnehmen und wollen die Politik einschalten, um eine vernünftige Antwort zu erhalten. Im Beschlussvorschlag wurde festgehalten, dass der Antrag zum Bau eines Kreisverkehrs noch einmal dem Staatlichen Bauamt vorgelegt wird.