Anlässlich der Sommerkirchweih fand am Sonntag auf dem Weihersbachgelände ein ökumenischer Gottesdienst statt. Stadtpfarrer Helmut Hetzel von der katholischen Pfarreiengemeinschaft und Pfarrer Oliver Schürrle von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gestalteten den Gottesdienst, der von zahlreichen Gläubigen besucht wurde.

Hetzel und Schürrle waren auf dem Podium positioniert, während es sich die Gottesdienstbesucher auf den Bänken bequem gemacht hatten. Der Gottesdienst wurde neben den Liedern, der Lesung, dem Evangelium und der Predigt von Hetzel ansprechend gestaltet.

Mit dem Lied „Unser Leben sei ein Fest“ wurden die Besucher zu Beginn des Gottesdienstes im Weihersbach begrüßt. Mit den Worten „Liebe Festgäste“ begann Hetzel seine Begrüßung. Schließlich gehöre es zu unserem Leben dazu zu feiern, es sei eine Qualität, was das Leben bedeutet.

„Gott hat uns geschaffen und lässt uns nun wieder neu die Lebensfreude spüren“, so Hetzel. In der Gemeinschaft zusammenzukommen bedeute auch, das Göttliche wahrzunehmen und zu spüren.

Endlich wieder Feste feiern

Für Oliver Schürrle stand fest: „Kerwa kumd vo Kerng“. Ohne Kirche gebe es auch keine Kerwa, daher sei es auch passend, einen Gottesdienst auf dem Kirchweihgelände feiern.

Allerdings hätten die beiden letzten Jahre die Menschen verändert. In seiner Predigt ging Hetzel auf das Johannesevangelium ein, Maria Magdalena am Grab Jesus. „Endlich wieder Sommerkerwa und Altstadtfest, endlich wieder zusammenkommen und feiern können.“

Er stellte sich aber die Frage, ob wir wieder so weitermachen können wie zuvor? Das würde Rückschritt bedeuteten. So habe Maria Magdalena mit der Kreuzigung und dem Tod Jesu den Stillstand erlebt. Sie wurde in ihrer Trauer angesprochen und bekam Mut, als sie sich bei ihrer Begegnung mit Jesus umdrehte und dadurch einen neuen Blick auf das Leben erhielt.

Im übertragenen Sinn sagte Jesus zu Maria Magdalena , nicht daran festzuhalten, wie es zuvor war. Das bedeutete, in die Zukunft zu gehen und den Menschen das Leben zu verkünden.

Auf die heutige Situation umgemünzt bedeute es: „Diese Coronazeit hat uns geprägt, es gilt, mit allen Erfahrungen weiterzumachen. Wagt es, das andere, das Neue weiterzuleben!“ Mit den Worten „Sei mutig und stark und geh deinen Weg mit all den Veränderungen“, beendete Hetzel seine Predigt .

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Niederndorfer Kirchenband „Spirit of Life“.