Neun Tage vor der regulären Wahl fand in Herzogenaurach die U18-Bundestagswahl statt. Mitmachen konnten alle Jugendlichen unter 18 Jahren – und über 400 junge Menschen gaben ihre Stimme für den Wahlkreis Erlangen ab.

Die verschiedenen Wahllokale waren vom Team des Jugendhauses Rabatz in Zusammenarbeit mit der evangelischen Jugend und den weiterführenden Schulen organisiert worden. Die Aktion des Bayerischen Jugendrings sollte vor allem die Unterschiede der verschiedenen Parteien für Jugendliche unter 18 Jahren deutlich machen. Durch die eigene Stimmabgabe werden Jugendliche motiviert, sich mit den Parteiprogrammen, Forderungen und Standpunkten auseinanderzusetzen. Unterstützt wurden die lokalen Organisatoren durch den Kreisjugendring Erlangen-Höchstadt.

Wenn Wahlen sind, stimmen die meisten Wähler und Wählerinnen aufgrund von eigenen Überzeugungen und „Herzensthemen“ für verschiedene Kandidaten, Kandidatinnen und Parteien ab. Gewählt werden darf in Deutschland aber erst ab 18 Jahren. Hinzu kommt, dass es in Deutschland immer mehr alte Menschen gibt – doch darf das nicht heißen, dass junge Menschen sich von der Politik entfernen und ihre Meinung nicht zählt. Dafür gibt es die U18-Wahlen. Durch die Veröffentlichung werden die U18-Wahlergebnisse in den Medien, der Gesellschaft und der Politik wahrgenommen. Zur letzten Bundestagswahl 2017 stimmten bundesweit knapp 22 000 Kinder und Jugendliche ab.

In der ersten Schulwoche nach den Ferien wurden in Herzogenaurach an den meisten weiterführenden Schulen U18-Wahllokale eröffnet. Außerdem konnte im Jugendhaus Rabatz und in der evangelischen Kirche abgestimmt werden. Die U18-Wahlen fanden genauso wie die „echten“ Wahlen in einem Wahllokal geheim in Wahlkabinen und mit Wahlurnen statt. Die Teilnahme war selbstverständlich freiwillig. Die Ergebnisse (bundesweit, landesweit und wahlkreisbezogen) sind online unter wahlen.u18.org/wahlergebnisse/bundestagswahl-2021 einsehbar. red