Der dritte Bergtag, also der Samstag, zeigte sich von Anfang an bewölkt und schwül. Kleinere Schauer taten der Stimmung keinen Abbruch - diese war aus Sicht der Polizei im allgemeinen ausgelassen und friedlich.

Der Zustrom zum Berg war von Beginn an sehr stark. Ab 14 Uhr betrug die Auslastung an den Kellern ca. 80 Prozent. Der Schaustellerbereich war zu rund 70 Prozent ausgelastet. Am späten Nachmittag steigerten sich die Besucherzahlen nochmals. Die Bierkeller waren ab dann nahezu voll ausgelastet. Auch bei den Fahrgeschäften war dies bemerkbar.

Ziegel fiel vom Dach

Beim Zulauf zum Berg löste sich von einem Dach eine Biberschwanzsachschindel aus ungeklärter Ursache. Die Ziegel traf eine Besucherin am Kopf. Die Frau erlitt eine Platzwunde am Hinterkopf. Sie wurde in eine Klinik gebracht.

Der ab 23 Uhr stark einsetzende Abstrom in Richtung Innenstadt verlief wie der ganze Tag sehr gesittet und friedfertig. Diese Friedfertigkeit wurde zu Festende durch eine tätliche Auseinandersetzung im Schützenweg getrübt. Drei bislang unbekannte Männer schlugen auf zwei andere Festbesucher ein. Die beiden Geschädigten wurden leicht verletzt. Das Trio flüchtete. Ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung wurde eingeleitet.

Polizisten „Stinkefinger“ gezeigt

Während der Abwanderungen vom Festgelände in das Stadtzentrum benahm sich ein 40-Jähriger sprichwörtlich daneben. Der Mann schlug zunächst grundlos gegen eine Seitenscheibe eines Polizeifahrzeugs. Als der 40-Jährige die Fahrzeugfront passierte, streckte er den Polizisten im Wagen den „Stinkefinger“ entgegen. Der Mann war mit 1,6 Promille erheblich alkoholisiert.

Fäuste flogen

Gegen 5.15 Uhr kreuzten sich in der Innenstadt noch die Wege von zwei Partygängern. Aus unbekannten Gründen kam es zum Streit. Die beiden Männer schlugen sich gegenseitig mit Fäusten ins Gesicht. Ein 31-Jähriger erlitt eine Kopfplatzwunde; sein 44-jähriger Kontrahent klagte über Schmerzen im Gesicht. Beide Herren standen erheblich unter Alkoholeinfluss. Die Männer müssen sich jeweils wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten.

Bei Verkehrskontrollen im Stadtgebiet wurden insgesamt 15 Personen beanstandet, die übermäßig alkoholisiert mit Kraftfahrzeugen unterwegs waren. Die Betroffenen nutzten allesamt E-Scooter (Leihgeräte). In zehn Fällen wurden Strafverfahren wegen der Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet. Die gemessenen Alkoholwerte überstiegen jeweils die Marke von 1,1 Promille. Der Spitzenwert lag bei 2,06 Promille. In diesen Fällen mussten die Betroffenen Blutentnahmen über sich ergehen lassen. In den weiteren fünf Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstößen gegen die 0,5-Promille-Grenze eingeleitet. Es ergeht der dringende Appell der Erlanger Polizei , im alkoholisierten Zustand auf Fahrzeuge aller Art zu verzichten! pol