Der Bebauungsplan „Solarpark Mühlhausen “ hat die erste Auslegungsrunde durchlaufen. Dabei waren von privater Seite und aus der Bevölkerung keinerlei Einwände gegen die Freiflächen-Photovoltaikanlage eingegangen.

Besonders freute sich darüber Diplom-Ingenieur Stefan Paulus vom Büro Wust, Wind und Sonne, das als Projektentwickler die vorhabensbezogene Bauleitplanung initiiert hat. „Das bedeutet, dass die Bürger mit der Anlage und dem Standort einverstanden sind“, erklärte Paulus gegenüber dem FT.

Auch mit den Behörden scheint die geplante Solarenergieanlage gut abgestimmt. Das Areal südlich der Motocross-Anlage wird von den maßgeblichen Stellen aufgrund der bereits vorhandenen Windräder und wegen seiner Nähe zur Motorsportanlage ohnehin als „vorbelastet“ eingestuft.

Allerdings fordert die Naturschutzbehörde für das 19,5 Hektar umfassende Plangebiet eine Ausgleichsfläche, die 3,5 Hektar betragen soll. Damit soll das Vorkommen von Feldlerchen, die im Plangebiet vermutet werden, kompensiert werden. Wie Paulus auf Nachfrage erklärte, wurde eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung bei einem Bayreuther Fachbüro in Auftrag gegeben. Im Sinne des Artenschutzes werde davon ausgegangen, dass die Feldlerche eine freie ungedeckte Flurfläche brauche. Zwischen den Solarmodulen, die im Abstand von drei bis dreieinhalb Metern aufgestellt werden, brüte die Feldlerche nach diesem Kenntnisstand nicht. Ersatzhabitate müssten geschaffen werden. Dafür wurde eine Ackerfläche auf der Höhe zwischen Mühlhausen und Oberköst gewählt. „Die Ausgleichsfläche wird mit wenig Saatgut angesät und aufgewertet, so dass ein wilder Blühacker entsteht, auf dem sich Feldlerchen ansiedeln können“, erklärt Paulus.

Die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen hatte Max Weber vom Planungsbüro „Team 4“ vorbereitet. Parallel zur Aufstellung eines Bebauungsplans erfährt auch der Flächennutzungsplan eine Änderung. Paulus geht davon aus, dass die Verfahren Mitte des Jahres abgeschlossen werden können. „Wenn alles gut läuft“, so Paulus, sei mit einer Bauzeit von drei Monaten zu rechnen. Die Photovoltaikanlage könnte somit noch in diesem Jahr fertiggestellt werden.