Pandemiebedingt fand die Jahreshauptversammlung der DLRG Herzogenaurach über das Schwimmjahr 2019 im vergangenen Jahr nicht statt und wurde nun mit der über das Geschäftsjahr 2020 zusammengelegt.

Die Vorsitzende Gisa Blumenthal berichtete von einem erfolgreichen Schwimmjahr 2019, in dem viele Kinder in drei jeweils 15 Stunden dauernden Kursen das Schwimmen lernten. Wie seit einigen Jahren gab es auch einen Erwachsenen-Schwimmkurs, der zur Hälfte von Flüchtlingen belegt war. Zwei Erste-Hilfe-Kurse und zwei Kurse zum Erwerb des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens fanden statt.

In drei Trainingslagern und Ferienfreizeiten wurden die Rettungsschwimmtechniken und ausdauerndes Schwimmen vertieft. Das vom Familienministerium geförderte Programm „Zurück ins Wasser – gemeinsam fit für Bayern“, bei dem Senioren über 65 Jahre wieder fürs Schwimmen begeistert werden sollten, fand sehr großen Zuspruch.

Auch das Gesellschaftliche kam nicht zu kurz: Auf das Altstadtfest folgte die Saison-Abschlussfeier beim Atlantis und im Dezember fand der Nikolaus seinen Weg zu den Schwimmkindern, die Geschichten lauschend am Lagerfeuer auf ihn warteten.

Ganz anders gestaltete sich das Schwimmjahr 2020. Der Kinderschwimmkurs war zur Hälfte vorbei, der Erwachsenen-Schwimmkurs endete im Februar, die Ortsvereins-Meisterschaften, bei denen die Schwimmer sich für die mittelfränkischen Bezirksmeisterschaften qualifizieren, wurde im Atlantis ausgetragen und dann kam der Lockdown.

Keine Ferienfreizeiten, keine Trainingslager, kein regelmäßiges Schwimmtraining im Atlantis, keine Schwimmkurse konnten stattfinden. Jedoch organisierte Cheftrainerin Sabine Nordhardt ab Mai dreimal pro Woche Training im Weiher in Oberreichenbach, den Jüngeren wurde Athletik unter dem Baum, bei Regen unter der Terrasse am Atlantis angeboten, was von vielen gern angenommen wurde. Außerdem drehten einige Trainer kleine Athletik-Videos, nach denen sich die Schwimmer daheim fit halten konnten. Im Juni öffnete endlich das Freibad und es wurde dort trainiert. Im September ging es „fast normal“ im Atlantis weiter. Sogar die „Bayern Challenge“ als Ersatz für die bayerischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen konnte noch vor den Herbstferien 2020 im Atlantis ausgetragen werden. Dann war wieder Schluss mit dem Schwimm- und Rettungsschwimmsport, und die Schwimmer verlagerten sich auf Fitness-Videos und gestreamte Sportstunden.

Die Finanzen der DLRG stehen auf soliden Füßen nicht zuletzt durch die großzügigen Vereinssport-Zuwendungen der Stadt Herzogenaurach berichtete Kassenwart Bernd Bleimüller.

Jugendwart Philipp Harig erläuterte die einzelnen Wettkämpfe und Aktionen der Jugend und stellte die Erfolge der Herzo-Rettungsschwimmer heraus, die 2019 wieder den Wanderpokal „Beste Gliederung in Bayern“ behalten durften.

Der alte Vorstand wurde entlastet und ein neuer gewählt: Vorsitzende Julia Rammig, Zweite Vorsitzende Gisa Blumenthal, Dritter Vorsitzender Sebastian Winkler, Kassenwart bleibt Bernd Bleimüller, Zweiter Kassenwart Heiko Wolf. Technische Leiterinnen sind Susen Friedrich und Beate Scheler, Jugendleiter Philipp Harig und Tim Dulitz, zudem gibt es zehn Beisitzer mit Sonderaufgaben.

Am Schluss schlug der DLRG-Mitbegründer in Herzogenaurach , Wolfgang Schneider , vor, Gisa Blumenthal nach 18 Jahren als Vorsitzende zum Ehrenmitglied zu ernennen, was einstimmig angenommen wurde. red