Zu Beginn der Messfeier äußerte Stadtpfarrer Helmut Hetzel: "Wir feiern Namenstag der Kirche und des Josefsvereins." Der Altarraum der Josefskirche war flankiert von den Fahnen des Josefsvereins, des Obst- und Gartenbauvereins , der freiwilligen Feuerwehr und des ASV aus Niederndorf sowie der Kolpingsfamilie Herzogenaurach.

Die Fahnen stünden als Identitätszeichen stellvertretend für die Vereine und ihre Vertreter, so Hetzel.

Als Gläubige müsse man das Bewusstsein haben, sich gerade in dieser Corona-Zeit nicht erschrecken zu lassen, aufrecht zu stehen und voranzugehen.

In seiner Predigt ging Hetzel auf den Namenspatron der Kirche und des Josefsvereins ein. Josef war eine Persönlichkeit der Bibel , der nicht den einfachen Weg gehen und sich still von der schwangeren Maria trennen wollte.

Zurückziehen ändert nichts

In der Jetztzeit ziehe sich eine große Menge der Mensch still und heimlich aus der Öffentlichkeit zurück. So entfernten sich Freunde oder Nachbarn still und ohne Aussprache, Ähnliches geschehe in Familien.

Auch wenn sich viele daran stören, dass in der Kirche vieles von oben bestimmt werde, war sich Hetzel sicher: "Das Austreten, das Zurückziehen, das verändert nichts!" Er stellte daher einen Vergleich mit Josef an. Man müsse erst zur Ruhe kommen, dann nachdenken und im Anschluss daran offen werden für Ratschläge. Josef tat das, was der Engel ihm sagte, er handelte und ging den Weg des Lebens mit Maria und sorgte dafür, dass sich etwas verändert.

"Ein stiller Rückzug ist kein Weg fürs Leben!", so Hetzel, besser sei es, sich nicht zurückzuziehen, sondern aufzustehen und anzupacken.

Daher schloss sich an den Gottesdienst auch eine Ehrung für die Mitglieder des Josefsvereins an, die dabeigeblieben seien und angepackt hätten. "Dafür kommt ihnen zu Recht diese Ehrung zuteil!", so Hetzel.

Es war die Aufgabe von Andreas Kern, Vorsitzendem des Josefsvereins, die Ehrung für 440 Ehrenjahre mit den Worten "Danke, vergelt‘s Gott und bleibt gesund!", auszusprechen. Die Jubilare bekamen eine Urkunde überreicht.

Zum Abschluss des Gottesdienstes forderte Hetzel alle dazu auf, aufzustehen, sich zu engagieren und dabeizubleiben.

Geehrt wurden für 25 Jahre Peter Römmelt, Erwin Schmidt, Johann Wölfel, Albert Geinzer, Hildegard Lunz, Baptist Lunz, Gabriele Stöhr und Peter Trautmann; Für 40 Jahre Peter Bayer, Konrad Frötsch, Franz Gahabka, Josef Motz, Albert Winkelmann und Gerhard Zapke.