Wer dieser Tage am Generationenzentrum der Stadt Herzogenaurach vorbeikommt, den grüßen bunte Faschingsgirlanden in den Fenstern. So möchten die Mitarbeiter signalisieren: "Wir sind trotz der Kontaktbeschränkungen für euch da!", heißt es in einem Pressebericht der Einrichtung.

Durch die anhaltende Pandemie komme es zur Umstrukturierung des Alltags für Klein und Groß. Kinder seien von ihren sozialen Kontakten getrennt, müssten sich selbstständiger beschäftigen oder auch (schulischen) Anforderungen gerecht werden. Die Vereinbarung von Kinderbetreuung , Homeschooling, Haushalt und der eigenen Arbeit erfordere ein hohes Maß an Flexibilität der Eltern . "Fest steht, dass die aktuelle Situation für Klein und Groß eine Herausforderung darstellen kann, welche nur mit Zusammenhalt und Zuversicht bewältigt werden kann", sagt Anna-Lena Gumbrecht, Fachbereich Kinder und Familien. Zahlreiche Untersuchungen wie die Studie "Kind sein in Zeiten von Corona" des deutschen Jugendinstituts (DJI) würden dies bestätigen. Dabei trage besonders die Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten zur Krisenbewältigung bei.

Es drohen Depressionen

An älteren Menschen geht diese Belastungssituation ebenfalls nicht spurlos vorbei, wird in der Pressemitteilung festgestellt. Aktuelle Untersuchungen würden eine Zunahme angstassoziierter Erkrankungen zeigen. Auch wer Vorbelastungen mitbringt, könne leichter in eine Depression rutschen. Gerade im Alter könne der Faktor Einsamkeit schnell hinzukommen, was es sehr viel schwieriger mache, gesund zu bleiben. "Da kann eine neutrale Anlaufstelle für Fragen, Sorgen und Nöte Gold wert sein", meint Simone Voit, Fachbereich Generationen plus.

Telefonsprechstunde für Jung und Alt

Die stetige Auseinandersetzung mit der momentanen Situation von Menschen unterschiedlichen Alters bildet laut Pressemitteilung die Basis für die Entwicklung neuer Angebotsformate im Generationenzentrum. So finde jeden Montag und Mittwoch von 9 bis 12 Uhr eine Telefonsprechstunde ganz nach dem Motto "Meldet euch - Wir sind für euch da" für Kinder , Eltern und ältere Menschen statt. Für die Freizeitgestaltung zu Hause komme via Post der "Fasching in der Tüte". Auch der Online-Auftritt auf der Homepage des Generationenzentrums und des Instagram-Accounts "herzo.spielt" werde ständig aktualisiert. Online-Angebote sollen je nach Entwicklung des Lockdowns noch weiter ausgebaut werden.

Parallel zu laufenden Aktionen würden momentan pädagogische Konzepte wie das Spielmobilkonzept und waldpädagogische Angebote weiterentwickelt. Zusätzlich liefen die Planungen für das Sommerferienprogramm. Darüber hinaus könnten sich Kinder , Familien und ältere Menschen auf verschiedene Aktionen (unter der Beachtung geltender Schutz- und Hygienemaßnahmen) wie einen Familienausflug ins Legoland und verschiedene "Kultouren" freuen . Ausstellungen zu den Themen Demenz und Depressionen seien in Planung.

Auch wenn der Arbeitsalltag momentan anders aussieht, zeige sich, dass es wichtig ist, "einfach da zu sein". Da ist sich das Team des Generationenzentrums sicher. red