Passend zum „Jahr des Heiligen Josef“, das Papst Franziskus für 2021 ausgerufen hatte, veranstaltete die Pfarrei Sankt Josef Weisendorf einen St.-Josef-Tag. Das Patronatsfest des Heiligen Josef wurde bereits ein halbes Jahr vorher begangen, am 19. März. Jetzt folgte ein bunter Aktionstag.

Der Familiengottesdienst fand auf der Pfarrwiese statt und wurde von Pfarrer Johannes Saffer gemeinsam mit Diakon Patrick Martin und dem Claus-Keller-Chor (CKC) unter der Leitung von Claus Keller gestaltet.

Diakon Patrick Martin ist im Zivilberuf als Bauchredner aktiv und stellte folglich nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Grünschnabel „Eutrax“ vor. Dieser wollte gleich zu Beginn des Gottesdienstes wissen, wie groß Jesus wohl gewesen sein mochte – und dann kamen die beiden darauf, dass die Größe Jesu nicht mit dem Zollstock gemessen werden kann und konnte. „Warum wollt ihr Menschen immer alles messen?“, fragte „Eutrax“, und in der Predigt kam Diakon Martin wieder darauf zurück. Bei Jung und Alt lockte „Eutrax“ immer wieder ein Lachen während des Gottesdienstes hervor.

Das Evangelium handelte davon, dass die Jünger auf dem Weg nach Galiläa miteinander gesprochen hatten, wer von ihnen wohl der Größte sei – und in seiner Predigt ging Diakon Martin genau darauf ein, dass die Menschen sich immer mit anderen messen möchten und vergleichen. Oftmals werde am anderen oder in einer Sache nur das Schlechte gesehen – dabei gebe es so viel mehr. Gott sehe über das Schlechte hinweg, er sehe vor allem das Beste in jedem, sagte der Seelsorger .

Im anderen das Gute sehen, heiße, ihn mit Gottes Augen sehen, so Diakon Martin. Das habe der heilige Josef gekonnt, und das könnten die Menschen Tag für Tag neu versuchen.