Nach über 20 Jahren hat der Hospizverein Steigerwald vor kurzem in einer Mitgliederversammlung seine Auflösung beschlossen. Vorausgegangen waren viele Jahre, in denen Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet und Angehörige entlastet wurden. Durch immer mehr und besser ausgerüstete Palliativstationen und flächendeckend tätige SAPV (spezialisierte ambulante Palliativversorgung) seien die Angebote jedoch in den letzten Jahren immer weniger und zuletzt gar nicht mehr in Anspruch genommen worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Auch Aktionen des Vereins, Zeitungsanzeigen und ein neuer Internet-Auftritt hätten daran nichts geändert. Darum habe der Vorstand im Sommer beschlossen, den Mitgliedern die Auflösung des Vereins vorzuschlagen. Dieser Vorschlag wurde nun einstimmig angenommen.

Die Ziele wurden erreicht

Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Manfred Sandmeyer, zog dennoch eine positive Bilanz: In der Zeit bis zum Aufbau anderer Strukturen habe der Verein nicht nur viele Menschen unterstützt und begleitet, sondern vor allem auch zur Etablierung von Palliativstationen und SAPV beigetragen, weil er wie alle Hospizvereine auf die Notwendigkeit solcher Einrichtungen hinwies. Abschließend sprach Sandmeyer allen aktiven und passiven Mitgliedern der letzten zwei Jahrzehnte seinen Dank aus.

Da der Hospizverein Steigerwald schon seit einigen Jahren mit dem Hospizverein Neustadt/Aisch kooperiert, wurde allen Mitgliedern nahegelegt, dort Mitglied zu werden, nicht zuletzt, weil dieser Verein in Zukunft zumindest überwiegend auch das Gebiet des Hospizvereins Steigerwald betreuen wird.

Mit einem Großteil des Vereinsvermögens habe man die Kinderpalliativstation der Universitätsklinik in Erlangen unterstützt und dadurch mit den Mitgliedsbeiträgen den Grundgedanken des Vereins weitergetragen. red