Der Mix der Hygieneschutzmaßnahmen der Bistümer Bamberg und Würzburg, des Dettelbacher Wallfahrtsbüros und die Auflagen des Höchstadter Pfarramtes hinderte 300 Pilger nicht daran, an der 382. Dettelbacher Wallfahrt der Stadt Höchstadt teilzunehmen. Es war wohl das Bedürfnis nach einer Glaubensstärkung in Krisenzeiten, das die Menschen nach Dettelbach bewegte.

Das Motto der Wallfahrt griff den Gedanken auf: „Ein Gott – ein Glaube: krisensicher.“ Der Vorsitzende des Festausschusses, Georg Franz, hatte mit dem Pfarrgemeinderat alle Hände voll zu tun, um für die Umsetzung aller Maßnahmen zu sorgen. Das Pfarrbüro unter der Leitung von Silvia Lohmann bereitete alles akribisch vor.

Auf unterschiedliche Weise wurde der Pilgerweg zurückgelegt: Karola Lorz, Renate Kaspar, Wolfgang Dorsch, Hubert Scheidel und Gerhard Wirkner organisierten die knapp 60 Kilometer lange Fußwallfahrt. Für die letzte Etappe konnte sich am Sonntagmorgen eine weitere Gruppe Lauftüchtiger anschließen. Elmar Gerner führte die Radwallfahrt, die in der Geiselwinder St.-Burkhards-Kirche einen Zwischenstopp einlegte, um mit Pfarrer Joseph Kollathuparampil eine kurze Andacht zu halten. Angeführt von Pastoralreferentin Monika Urbasik folgten die Buswallfahrer zum gemeinsamen Einzug aller Wallfahrtsgruppen in Dettelbach.

Urbasik war es auch, die die Pilger am Vorabend des Wallfahrtstages einstimmte. Gewöhnlich ziehe man Abkürzungen vor, eine Wallfahrt aber stehe für einen unverkürzten Weg, zu dem auch unangenehme Strecken gehören, so Urbasik. Das Unausweichliche nicht umgehen, sondern annehmen können, falle pilgernden Menschen in der Erfahrung des gemeinsamen Unterwegsseins leichter.

In der Dettelbacher Wallfahrtsbasilika erwartete die Höchstadter Pilger der Rektor der Kirche , Uwe Hartmann . Ein kirchenmusikalisches Potpourri umrahmte den festlichen Gottesdienst . Der Kirchenchor unter der Leitung von Sabine Hickmann, die Stadtkapelle, dirigiert von Georg Römer, Schwester Esther Borstner als Kantorin und Henning Schwarz an der Orgel wurden ergänzt durch moderne Rhythmen der Kirchenband St. Georg, deren Arrangements Reinhard Döring und Thomas Berier einstudierten. Im Klostersaal neben der Basilika gestaltete Maria Marx den Kindergottesdienst.

In der Predigt griff Stadtpfarrer Kilian Kemmer in Anlehnung an das kunstgeschichtlich bekannte Portal der Dettelbacher Wallfahrtskirche mit seinem Relief von den Weisen aus dem Morgenland die Wegthematik auf. „Die einzige Abkürzung auf dem Weg zu Gott heißt Jesus Christus , der sich für keinen Weg zu schade ist und sich keinen Weg erspart.“ LM