Andreas Dorsch

Er war nicht nur "überall bekannt wie ein bunter Hund", wie es Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) einst formulierte. Johann Cach war auch jemand, der sich jahrzehntelang für andere einsetzte. Am Dienstag erlag Cach im Alter von 76 Jahren einer schon längeren, schweren Erkrankung.

Cach sah sich als Anwalt der kleinen Leute. Seine Sache war es nicht, sich nach vorne zu drängen und auf die Schulter klopfen zu lassen, obwohl er das oft verdient gehabt hätte.

Für den Überparteilichen Bürgerblock (ÜBB) saß Cach von 1988 bis 2014 im Stadtrat und trug in dieser Zeit seinen Teil zur erfolgreichen Entwicklung Höchstadts bei. Eine Periode lang war er auch Dritter Bürgermeister und Kreisrat . Sein jahrelanges Engagement wurde 2015 mit der Ehrenmedaille der Stadt Höchstadt belohnt. Bürgermeister Brehm attestierte ihm bei der Verleihung kurz vor Weihnachten "eine hohe Präsenz in der Bürgerschaft".

Die hatte er aber nicht nur als Kommunalpolitiker . Cach war auch mit Leib und Seele Gewerkschaftler auf Kreis- und Landesebene und Betriebsratsvorsitzender der Höchstadter Maschinenfabrik Schaeffler. Bereits im Oktober 2003 wurde ihm "für sein langjähriges und vorbildliches Engagement zum Wohle der Allgemeinheit" vom damaligen bayerischen Justizminister Manfred Weiß das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Mit diplomatischem Geschick

In der IG Metall und beim DGB war Johann Cach jahrelang ehrenamtlich aktiv. Dafür bekam er 2007 die Hans-Böckler-Medaille, die höchste Auszeichnung des Deutschen Gewerkschaftsbundes . Immer wieder gelobt wurde Cachs diplomatisches Geschick. Nicht nehmen ließ er sich die jährliche Organisation der Kundgebungen am 1. Mai auf dem Höchstadter Marktplatz.