77 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs gedachten am Abend des 8. Mai auf dem Höchstadter Heldenfriedhof evangelische und katholische Christen nicht nur der Gefallenen und Kriegsopfer von einst.

Zweiter Bürgermeister Günther Schulz und Vereinsvorstände aus Höchstadt und Umgebung schlossen sich den Friedenswilligen am Tag der Erinnerung an. Das Gebet um den Erhalt des Friedens in ganz Europa und um ein Ende des Krieges in der Ukraine stand bezeichnenderweise im Zentrum der Andacht.

Die Botschaft des Himmels

Pfarrer Klaus Eyselein verwies auf den Friedensengel in der Mitte des Heldenfriedhofes und erinnerte an die Weihnachtsbotschaft. Die Botschaft des Himmels bringe den Frieden in der Welt in Zusammenhang mit der Geburt des Jesus von Nazareth . Mit Jesus wolle Gott die Welt an die Verpflichtung zum Frieden erinnern. Den Gedanken ergänzte Klaus Eyselein um die Maßgaben, die Jesus dann selbst in seiner Bergpredigt den Anhängern dieser „neuen Lehre“ ins Stammbuch schreibt.

Stadtpfarrer Kilian Kemmer erinnerte am Abend des Muttertages an die Rolle und Bedeutung von Müttern als Friedensstifterinnen . In vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Weltgeschichte seien es die Frauen und Mütter der Soldaten, die nicht mehr hinnehmen wollten, dass ihre Männer und Söhne auf den Schlachtfeldern sinnlos sterben. Kemmer zitierte Maria, die Mutter von Jesus: „Was Jesus, mein Sohn, euch sagt, das tut.“ So kann laut Kemmer die Botschaft jeder Mutter stets nur eine Friedensbotschaft sein.

Selbst der einsetzende Regen konnte die Stimmung eines solidarischen Gedenkens auf dem Heldenfriedhof nicht stören.

Georg Römer und der Posaunenchor der Christuskirche umrahmten die Feier musikalisch. Martin Luthers vertontes Gebet stand programmatisch und wegweisend am Ende: „Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unseren Zeiten!“ LM