Manfred Welker

Auf den Stufen des Chorraums der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche stehen seit diesem Wochenende zwei Kerzen auf jeweils einem Ständer . Stadtpfarrer Helmut Hetzel hat sie dort als Reaktion auf die Veröffentlichung der Untersuchungen zum Missbrauch im Erzbistum München platziert.

Zum einen ragt dort die große Osterkerze empor. Wie er ausführte, steht sie für die Opfer sexueller, körperlicher und geistiger Gewalt.

Dagegen steht die rote Kerze stellvertretend für die Täter und Mitwisser, für deren Umkehr und die Übernahme der Verantwortung.

Hetzel erinnerte die Gläubigen daran: „Wir alle sind Kirche … dort ist viel Leid geschehen.“ Außerdem fügte er noch an: „Es ist wichtig, dass wir alle nicht davonlaufen, sondern aufstehen und zu einer glaubwürdigen Gemeinschaft werden.“

Nach dem Lied „Meine eigenen Grenzen“ symbolisierte der spontane Applaus der Gläubigen in der Stadtpfarrkirche deren Zustimmung zu den Worten ihres Pfarrers .