Der Zweckverband Stadt-Umland-Bahn (Stub) veranstaltet sein zehntes Dialogforum. Im Mittelpunkt der digitalen Veranstaltung stand die Planung von Stub-Haltestellen. Das Dialogforum wurde via Konferenztool Zoom durchgeführt. Insgesamt nahmen rund 100 Personen teil.

In Breakout-Rooms mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten, darunter Barrierefreiheit, Umwelt und Haltestellenlage, konnten die ständigen Mitglieder des Dialogforums, ausgewählte Interessen-vertretungen und interessierte Bürger Anregungen mitteilen, diskutieren und Fragen stellen. Das berichtet der Zweckverband in einer Pressemitteilung.

Sieger darf weiter planen

Im ersten Teil der rund dreistündigen Veranstaltung wurde über den aktuellen Planungsstand berichtet. So darf unter anderem der Siegerentwurf des Wettbewerbs „ Brücke über den Regnitzgrund in Erlangen“ weiter geplant werden. Das Verga-beverfahren wurde zwischenzeitlich abgeschlossen und hat den vom Preisgericht einstimmig befürworteten Wettbewerbsbeitrag des Ingenieurbüros Grassl, des Architekturbüros Firmhofer + Günther sowie der toponauten Landschaftsarchitektur bestätigt.

Brücke „unkritisch“

In diesem Zusammenhang hatte der Zweckverband auch ein mikroklimatisches Gutachten in Auftrag gegeben, bei dem klimaökologische Auswirkungen der neu geplanten Brücke untersucht wurden. Im Ergebnis wurde festgehalten, dass die Brücke aus klimaökologischer Sicht als „vertretbar und unkri-tisch“ einzustufen sei. Der anschließende Impulsvortrag eines Raum- und Umweltplaners diente dazu, dem Publikum ein Grundverständnis für die komplexe Thematik der Haltestellenplanung und damit eine Grundlage für die später folgende Gruppenarbeit zu vermitteln.

Mitten in der Stadt

Warum die Stub-Haltestellenplanung ein so wichtiges Thema im gesamten Planungsprozess darstellt, erläuterte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik : „Die Haltstellen der Stub planen wir nicht auf der grünen Wiese, sondern mitten in der gewachsenen Stadt. Hier gilt es, auf die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort individuell einzugehen, um die bestmöglichen Lösungen zu finden. Die Menschen kennen ihre Stadt am besten – um so mehr freue ich mich, dass sich auch in dieser Frage so viele von ihnen an der Planung beteiligen.“

Hacker und König

Dem pflichteten auch Herzogenaurachs Erster Bürgermeister German Hacker und Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Marcus König, bei. Darüber hinaus stelle die Haltestelle den ersten und letzten Kontakt zum Verkehrsmittel dar, entsprechend wichtig ist es aus Sicht der Stadtoberhäupter, den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppen gerecht zu werden und die Haltestellen besonders einladend zu gestalten.

Themenvielfalt

Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Teilnehmerin-nen und Teilnehmer in virtuellen Einzelgruppen 45 Minuten lang gemeinsam mit den jeweiligen Fachexperten an den The-men Barrierefreiheit und Umwelt sowie an der Detaillierung der aktuellen Haltestellenplanung arbeiten. Dabei wurden unter anderem barrierefreie Wegeleitsysteme und die barrierefreie Darstellung von Fahrgastinformationen, sowie die Begrünung von Haltestellendächern oder die Ausstattung mit Photovoltaik diskutiert. Darüber hinaus wurden die Erreichbarkeit von Haltestellen und die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln thematisiert. Auch die konkrete Lage der bisher geplanten Haltestellen sowie deren Optimierungspotenziale wurden diskutiert.

Konstruktive Beiträge

Im Anschluss an die konzentrierte Gruppenarbeit wurden die jeweiligen Ergebnisse vorgestellt und mittels Graphic Recording auch visuell festgehalten. Dazu die Geschäftsleiterin des Zweckverbands , Mandy Guttzeit: „Wie vielseitig das Thema Haltestelle ist, zeigen die zahlreichen konstruktiven Wortmeldungen und Chatbeiträge. Die Ergebnisse werden wir uns im Nachgang noch einmal ganz genau ansehen, intern diskutieren und dann in die weitere Planung der Stub einfließen lassen.“

Dokumentation im Internet

Die Ergebnisse des Abends werden in Form einer umfassenden Dokumentation auf der neuen Internetseite des Zweckverbands unter www.stadtumlandbahn.de veröffentlicht. Interessierte können auch den Facebook-Kanal Unsere.StUB abonnieren, um zukünftig keine Neuigkeiten in Sachen Stadt-Umland-Bahn mehr zu verpassen. red