Am Samstag gaben die Freien Wähler unter freiem Himmel im Fußballstadion in Unterhaching ihre Stimme für die bayerische Landesliste zur Bundestagswahl ab.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wollen die Freien Wähler im Herbst auch in den Bundestag einziehen, mit Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger an der Spitze. Nach den Erfolgen in den Landesparlamenten in Bayern, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Brandenburg sei das nächste Ziel der Bundestag .

Der Wahlkreis Erlangen-Höchstadt wird dabei von der 32-jährigen Unternehmerin Anna-Carina Häusler aus Höchstadt an der Aisch vertreten.

Die studierte Betriebswirtin ist seit ihrem 17. Lebensjahr bei den Jungen Freien Wählern aktiv und ist heute Direktorin bei einem global erfolgreichen Technologie Start-Up eines großen Münchner Versicherers. Das Thema Digitalisierung und die damit verbundenen Chancen, Möglichkeiten und Risiken sind ihr Steckenpferd.

Digitale Kompetenzen in die Mitte unserer Gesellschaft und die mittelständische Wirtschaft zu bringen, um ein zukunftsfähiges und unabhängiges Deutschland zu gestalten, dafür stehe sie mit den Freien Wählern .

In einer Kampfabstimmung um den Listenplatz 15 konnte sich Häusler deutlich gegen zwei weitere Kandidaten durchsetzen. Da die fast 300 anwesenden Mitglieder bei allen weiteren Listenplätzen trotz einiger Kampfabstimmungen den jeweils vorliegenden Wahlvorschlag bestätigten, war die Fränkin an diesem Tag die Einzige, die als Alternative überzeugen konnte.

Direktmandat im Blick

„Sollten die Freien Wähler die Fünf-Prozent-Hürde auf Bundesebene knacken, wird Anna-Carina Häusler mit großer Wahrscheinlichkeit für die Freien Wähler ERH im Bundestag vertreten sein“, heißt es wörtlich in der Pressemitteilung.

Gleichzeitig hat Häusler auch das Direktmandat des Wahlkreises im Blick. Was ihr bei der eigenen Partei gelungen sei, wolle sie auf eine breite Wählerschaft übertragen und mit den richtigen Themenschwerpunkten eine ernsthafte Herausforderung für den bisherigen CSU Mandatsträger Stefan Müller stellen, heißt es weiter. red