Als einen "herben Einschnitt" bezeichnen die Höchstadter Grünen die Entscheidung der Sparkasse Erlangen Höchstadt Herzogenaurach, im Landkreis Erlangen-Höchstadt ihr Filialnetz deutlich auszudünnen.

Im Höchstadter Ortsteil Zentbechhofen werde dies besonders deutlich, heißt es in einer Stellungnahme des Ortsverbands, habe doch diese Sparkasse viele umliegende weitere Ortschaften versorgt. Gerade für die älteren Menschen würden die Lebensbedingungen durch weite Fahrtstrecken und digitale Barrieren bei der Onlinenutzung nicht einfacher.

Man entferne sich immer weiter von einem Idealbild ländlichen Lebens zugunsten einer stetigen Zentralisierung in das Stadtgebiet Höchstadts, in dem allerdings das Serviceangebot der Kreissparkasse auch deutliche Einschnitte erfahren habe. Die Grünen wünschen sich lebendige Ortsteile mit regem Gemeinschafts- und Vereinsleben, unberührte und landwirtschaftlich geprägte Flächen mit authentischen Ortskernen. Es sei an der Zeit, die Entwicklungen zu überdenken und Strukturen zu entwerfen, die das Leben und Arbeiten im ländlichen Raum zusammenbringen, so die Stellungnahme weiter. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang der Neubau des Kindergartens in Zentbechhofen. Weiteres könnte folgen: regionale Versorgungsstrukturen in Bürgerhand, Unverpacktläden mit vielen heimischen Produkten, kreative Netzwerke der Bürger und mehr.

Zumindest eine automatisierte Bankversorgung sowie die Beratung und Unterstützung nicht mobiler Einwohner müsste gegeben sein, fordern die Grünen. Kreisrätin Lydia Göbel äußert zudem großes Unverständnis über die Art und Weise, wie die Filialschließungen kommuniziert worden seien. Die Kunden hätten die Nachricht über die Presse erfahren mit dem kurzen Hinweis auf die nächste Ausweichfiliale der Sparkasse. red