Innerhalb der Mauern der Wehrkirche von Hannberg waren von freiwilligen Helfern Bänke für die Gläubigen sowie eine Altarinsel aufgebaut worden. Denn am Sonntag feierten dort zahlreiche Gläubige aus dem Seelsorgebereich Aurach-Seebachgrund einen gemeinsamen Gottesdienst .

Zelebriert wurde er von Stadtpfarrer Helmut Hetzel, Pater Pradeep Tirkey, Pater Claus Bayer und Kaplan Tobias Löffler, die von Pastoralreferent Thomas Matzick und Pastoralassistentin Anna Schreiber sowie Ministranten unterstützt wurden. Pfarrer Johannes Saffer nahm an der Feier anlässlich der Renovierung der evangelischen Kirche in Weisendorf teil und konnte daher nicht in Hannberg sein.

In seiner Einführung rief Hetzel die Gläubigen auf, miteinander Kirche zu gestalten und den Glauben zu leben.

Von Grenzen und ihrer Überwindung

Pastoralreferent Thomas Matzick ging auf Grenzerfahrungen ein. Das können Grenzübertritte in andere Länder sein, wenn man seinen Pass vorweisen muss – oder aber die Überwindung von Grenzen zwischen Menschen. Wichtig sei hier die Begegnung von Mensch zu Mensch. Der Apostel Paulus ermutige mit seiner Feststellung im Galaterbrief „Ihr alle seid einer in Christus “ dazu, Grenzen im Denken und im Handeln zu überwinden. Auf den Seelsorgebereich gemünzt bedeute dies, hinzuschauen, um zu erkennen, „wo wir uns ergänzen können“. Es gelte, sich auf den Weg zu machen mit grenzenlosem Vertrauen und mit grenzenloser Zuversicht.

In seiner Predigt ging Stadtpfarrer Helmut Hetzel auf das Evangelium von Jesu am Jakobsbrunnen und seiner Begegnung mit der Samariterin ein. Mit dieser Tat habe Jesus Grenzen überwunden – aber auch die Samariterin mit ihrer Bitte um Wasser des ewigen Lebens. „Wir, die Gläubigen , bleiben Herzogenauracher, Hannberger, Weisendorfer, Niederndorfer, Großenseebacher und Haundorfer. Wir alle behalten unsere Identität, sind aber eingeladen, Grenzen zu überwinden“, so Hetzel.

Mit den Worten: „Denn in Gott entspringt die Quelle des ewigen Lebens“, beendete Hetzel seine Predigt. Passend dazu stand vor der Altarinsel Wasser bereit, das gesegnet, in große Glasballons abgefüllt und an Vertreter der Pfarreien übergeben wurde, wo es zur Taufe verwendet wird.

Wer nach dem Gottesdienst noch Zeit zum Verweilen hatte, konnte sich mit heißen Getränken und Knabbereien mit anderen Gläubigen austauschen.

Für die musikalische Umrahmung sorgte Organist Claus Keller mit einer Chorformation aus dem Seebachgrund.