Junge Paare in Familienplanung können sich in der Gemeinde Pommersfelden gut aufgehoben fühlen - zumindest ist die Gemeinde selbst dieser Meinung. Aber es wird tatsächlich auch viel dafür getan, dass sich diese Zielgruppe wohl fühlt und in den Ortschaften gehalten werden kann. Zum einen ist der aktuelle Bedarf an Kita-Plätzen derzeit gedeckt, wie Bürgermeister Gerd Dallner in der jüngsten Gemeinderatssitzung betonte. Zum anderen will die Gemeinde "mit Weitblick agieren" und auch im Sinne der Familien und jungen Paare in die Zukunft planen.

Schreiben an junge Eltern und Bauwerber

Für junge oder werdende Eltern , aber auch für Bauwerber bedeutet dies, dass auch in einigen Jahren ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen werden. Dafür will die Gemeinde Sorge tragen. In diesen Tagen geht daher ein Schreiben der Gemeinde an die entsprechenden Zielgruppen. Darin werden sie gebeten, an einer Befragung teilzunehmen, die das Landratsamt zur Unterstützung der Kommunen online unter https://bildungsregion-bamberg.de/2020/12/07/bedarfsplanung-kita-und-schulkindbetreuung/ anbietet.

Die Umfrage sei freiwillig, selbstverständlich anonym und die Daten würden ausschließlich zur Planung von Kinderbetreuungsplätzen verwendet, betont Dallner. Wichtig sei, dass möglichst alle Eltern , auch wenn sie aktuell keinen Betreuungsplatz brauchen, an der Befragung teilnehmen. "Die Ergebnisse der Umfrage helfen uns, den Bedarf an Betreuungsplätzen und die Wünsche der Familien genauer einzuschätzen", richtet sich der Bürgermeister an die Empfänger der Briefe. Es sei zugleich eine Chance, die eigenen Bedürfnisse in die Planungen der Gemeinde einzubringen und so aktiv die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten.

Große Nachfrage nach Bauplätzen

Ziel sei eine optimale Betreuungssituation. Die Befragung hält der Bürgermeister für ein "ausgezeichnetes Werkzeug, um den Anforderungen der Zukunft entsprechen zu können".

Durch die neuen Wohngebiete kämen viele junge Familien in die Gemeinde. Die jüngst ausgewiesenen Baugebiete in Limbach, Pommersfelden und Sambach wären praktisch ausgebucht. Wegen der großen Nachfrage seien bereits weitere Baugebiete in Steppach und Sambach in Planung. "Daraus wird ein Bedarf an Betreuungsplätzen nachwachsen", ist sich der Bürgermeister sicher. Hinzu kommt, dass es ab dem Jahr 2025 einen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung für alle Grundschulkinder geben wird. Auch auf diesen Bedarf muss sich die Gemeinde vorbereiten.

Die Online-Befragung habe zudem einen positiven Nebeneffekt für die Verwaltung: Die Bedarfsanalyse sei bislang für die Gemeindeverwaltung immer "ein Riesenaufwand" gewesen, berichtete Dallner. Die Eltern seien angeschrieben worden, nicht alle hätten reagiert, dann habe man nachtelefoniert. "Durch den neuen Pool des Landratsamtes kriegen wir eine große Datenmenge als Grundlage für unsere Planung."

Für die Kommunen bedeute dies eine große Entlastung ganz gleich ob es um bauliche Maßnahmen oder um die Planung von Krippe, Kita oder Schulbetreuung gehe. "Bitte weitersagen", richtete sich Dallner daher an das Ratsgremium. Er hofft, dass sich alle Eltern und solche, die es werden wollen, an der Umfrage beteiligen.

Dritte Gruppe für Steppaccher Kita

Die Erweiterung des Steppacher Kindergartens sei "auf der Zielgeraden", informierte der Gemeindechef darüber hinaus. Damit stehe in Steppach eine dritte Gruppe zur Verfügung. In den nächsten Tagen stehe die Bauabnahme an. Die Inbetriebnahme ist zum 1. März geplant.