"Da gibt es Angebote, bei denen die Landwirtschaft überhaupt nicht mithalten kann", sagt Vestenbergsgreuths Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB). Die Angebote betreffen mögliche "Freiflächenphotovoltaikanlagen", ein Thema, das immer mehr ländliche Gemeinden beschäftigt. Die Kommunen reagieren mit Richtlinien für die Zulassung solcher Anlagen auf das große Interesse von Investoren.

Auch Nachbargemeinden, zum Beispiel Mühlhausen oder Burghaslach, hätten bereits mit der Aufstellung von Kriterienkatalogen auf die große Nachfrage reagiert, weiß Lottes. Auch in der Sitzung des Gemeinderats Vestenbergsgreuth wurde das Thema diskutiert. Denn Entscheidungen über Photovoltaikanlagen in der Landschaft sollen nicht willkürlich getroffen werden. Dennoch gelte es, zu vermeiden, dass sie in der Häufigkeit oder Größe ausufern. Vor allem, da im Gemeindegebiet von Vestenbergsgreuth laut Lottes bereits 35 Hektar Fläche mit Photovoltaikanlagen überzogen sind.

Eine Entscheidung wurde in der Sitzung noch nicht getroffen. Es wurde jedoch eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit der Ausarbeitung eines Kriterienkatalogs beschäftigen will. Neben Bürgermeister Lottes gehören dem Arbeitskreis die Gemeinderäte Friedrich Brehm, Alfred Winkler und Jürgen Dietsch sowie Dritter Bürgermeister Stephan Hertlein an.

Keine konkrete Anfrage

Man stehe nicht unter Zeitdruck, erklärt Bürgermeister Lottes im Gespräch mit dem FT. Derzeit liege kein konkreter Antrag für eine Anlage vor. Dennoch will der Arbeitskreis bis zur nächsten Gemeinderatssitzung bereits einen Vorschlag ausarbeiten und dem Gremium vorlegen. Dazu will die Arbeitsgruppe schon in der kommenden Woche im Rathaus zusammenkommen. Auch Gäste seien dazu jederzeit willkommen. See