Die Kinderkrippe in der Gemeinde Pommersfelden mit Standort in Sambach wird auch im nächsten Krippenjahr drei Gruppen beherbergen. Trotz des Rückgangs an Anmeldungen soll der Betrieb wie bisher aufrechterhalten werden. Kürzungen beim Personal wird es nicht geben.

Die Gemeinde Pommersfelden könnte das bis zu 60 000 Euro im Jahr kosten. So hoch könne beim aktuellen Stand das Defizit sein, wie der für die Personalplanung verantwortliche Träger der Krippe, die katholische Kirche , mitgeteilt hatte. Bei der Gemeinderatsitzung entschied sich das Gremium dafür, die möglicherweise entstehende Finanzierungslücke im Rahmen der Defizitvereinbarung zu übernehmen.

Ausfällen bei den Einnahmen drohen

Krippenplätze , also Betreuungsplätze für Säuglinge und Kleinkinder bis zu drei Jahren, seien – anders als bei Kindergärten – kaum planbar, erklärte Bürgermeister Gerd Dallner. Was heute gelte, könne im nächsten Jahr bereits überholt sein. „Wir können die Geburten für das kommende Jahr nicht planen“, sagte der Gemeindechef, der dafür allgemeines Schmunzeln erntete.

Bei der Sitzung legte er die Zahlen vor, die der kirchliche Träger gemeldet hatte: Aktuell werden in der Sambacher Einrichtung 32 Kinder in drei Gruppen von vier Erzieherinnen und drei Kinderpflegerinnen betreut. Eine Krippengruppe ist in der Regel auf zwölf Kinder ausgerichtet. Für das kommende Jahr konnte im Frühjahr noch von einer Belegung mit 30 Kindern ausgegangen werden, hatte die Kindergartenverwaltung der Erzdiözese mitgeteilt. Aus unterschiedlichsten Gründen, teilweise auch der Pandemie geschuldet, sei nun für das Krippenjahr 2021/22 ein Rückgang auf nur 23 Kinder zu befürchten. Dies führe zu spürbaren Ausfällen bei den Einnahmen.

Auflösung einer Gruppe zu riskant

Für die Gemeinde bedeutet dies, wie übrigens bei allen anderen Kitas auch, das Betriebskostendefizit zu übernehmen. Nun galt es, noch ein Defizit aus dem Jahr 2019 bis Ende 2020 in Höhe von 28 514 Euro auszugleichen. Dieser Übernahme wie auch der Übernahme eines möglichen Defizits des kommenden Jahres stimmte das Gremium zu.

Als Alternative hätte es nur die Auflösung einer Gruppe gegeben. Damit sei jedoch das Risiko verbunden, dass bei Bedarf kurzfristig keine Plätze zur Verfügung stünden. Der Personalmarkt sei ziemlich „ausgedünnt“, so die Krippenverwaltung. Eventuell müssten bei nur zwei Gruppen sogar Kinder zurückgewiesen werden. Dies sei mit dem gesetzlich verankerten Anspruch auf einen Krippenplatz nicht zu vereinbaren.

Über den Ratsbeschluss werden sich sowohl die Eltern als auch der kirchliche Träger freuen, der damit Planungssicherheit hat. Wie Bürgermeister Dallner bei der Sitzung informierte, sind seit der Mitteilung aus Bamberg bereits drei weitere und damit ingesamt schon 26 Kinder für das kommende Jahr angemeldet worden. Positiv wertete der Bürgermeister zudem, dass im ersten Halbjahr 2021 bereits 19 neue Pommersfeldener Bürger geboren wurden. Einige von ihnen könnten wahrscheinlich im nächsten Jahr die Krippe besuchen, meinte Dallner.

Durchlass wird instandgesetzt

Die seit Wochen mit Warnbaken ausgewiesene Einschränkung auf der Staatsstraße 2260 zwischen Steppach und Stolzenroth stört offensichtlich viele Verkehrsteilnehmer . Vor allem, weil an der „Baustelle“ keinerlei Arbeiten zu erkennen sind.

Entsprechende Anfragen wurden offensichtlich auch an Pommersfeldens Bürgermeister Gerd Dallner gerichtet. Bei der Gemeinderatssitzung gab er über die Mitteilung der Straßenbaubehörde Auskunft: An der genannten Stelle sei ein Durchlass marode und müsse instandgesetzt werden.