Ungewöhnlich viele Zuhörer konnte Bürgermeister Horst Rehder (BB) bei der Sitzung des Gemeinderates in der Aula der Hannberger Grundschule begrüßen. Auf der Tagesordnung standen mit der Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Marien in Hannberg sowie der Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Untermembach (siehe Seite 8) wieder zwei große Projekte für die Gemeinde.

Die vielen Zuhörer erlebten zu Beginn der Sitzung die Ehrung von Gemeinderat Bernd Dittrich vom Bürgerblock, dessen 20-jährige Tätigkeit im Gemeinderat vom Bürgermeister gewürdigt wurde. Seine Arbeit für das Gemeinwohl und sein vorbildliches Engagement wurden bereits vom bayerischen Innenminister Joachim Herrmann mit der Kommunalen Dankurkunde geehrt.

Nach den fertiggestellten Großprojekten Grundschule und Feuerwehrgerätehaus in Heßdorf nimmt die Gemeinde mit dem Kindergarten St. Marien in Hannberg das nächste große Bauvorhaben in Angriff. Der Beschluss zur Planung, Sanierung und Erweiterung war im Gemeinderat bereits gefasst worden. Bei dieser Sitzung stellte Volker Rupprecht vom Herzogenauracher Architekturbüro Babler + Lodde Bauplan und Kostenberechnung vor. Bei der gleichen Sitzung wurde auch das gemeindliche Einvernehmen zu dem Bauantrag erteilt.

Wie der Planer erläuterte, seien bei der Erweiterung der Einrichtung insgesamt 451 Quadratmeter der Flächen förderfähig, für etwa 110 Quadratmeter treffe dies nicht zu. Im Eckpunktepapier ist eine Übernahme der Kosten für die Erweiterung zu 100 Prozent zugesagt.

Nach Aussage des Planers wurde die Einrichtung sehr intensiv untersucht, und im Altbestand seien keine nennenswerten Schäden festgestellt worden. So geht Volker Rupprecht davon aus, dass die Kalkulation ziemlich genau ist und auch bei den eingeholten Preisen keine nennenswerten Steigerungen mehr zu erwarten sind. Die Erweiterung wird rund 2,8 Millionen Euro brutto kosten und knapp 2,6 Millionen Euro werden förderfähig sein. Mit der Förderung der Nebenkosten kann die Gemeinde mit einer Gesamtförderung von knapp 2,7 Millionen Euro rechnen. Bei der Gemeinde werden etwa 1,33 Millionen Euro verbleiben.

Knapp 1,9 Millionen Euro zu tragen

Bei der Sanierung des Bestandsgebäudes rechnet der Architekt mit Gesamtkosten von 1,9 Millionen Euro. Nach Abzug der Förderung werden rund 531 000 Euro bei der Gemeinde verbleiben und die katholische Kirchenstiftung muss etwa 382 000 Euro übernehmen. Die voraussichtlichen Kosten für die Gemeinde Heßdorf belaufen sich nach der Kostenberechnung für beide Baumaßnahmen (Erweiterung um zwei Gruppen und Sanierung des vorhandenen Gebäudes) auf knapp 1,9 Millionen Euro, bei einem derzeitigen Fördersatz von 55 Prozent durch die Regierung von Mittelfranken.

Offen bleibt die Frage des Sonderförderprogramms, denn die gestellten Förderanträge werden derzeit zurückgehalten, da bei der Regierung noch 40 solche Anträge, die vor dem Stichtag gestellt wurden, anhängig sind. Deshalb wird vorerst nicht mit einer Sonderförderung kalkuliert, da in München über deren Weiterführung oder Aufstockung noch nicht entschieden wurde. „Wenn sich die Landesregierung für eine Aufstockung oder Weiterführung des Programms entscheidet, nehmen wir die Sonderförderung natürlich gerne in Anspruch“, erklärte dazu der Bürgermeister . Der Architekt wurde mit den weiteren Schritten beauftragt und wird nun die Ausschreibungen auf den Weg bringen.

Zur Baumaßnahme gehört auch die Außenanlage, die das Büro Ellinger aus Cadolzburg vorstellte und dafür auch etwas Kritik wegen der Kostenkalkulation einstecken musste. Nach den Worten des Planers muss die Anlage wegen der Erweiterung und der Hanglage nahezu komplett neu angelegt werden, wobei der Baumbestand weitgehend erhalten bleiben soll. So müssen wegen des Anbaus Spielflächen verlagert werden und das Wegesystem sei zum Teil in einem schlechten Zustand. Die Kosten für den Außenbereich könnten durchaus eine halbe Million Euro betragen.