Auf dem Gelände der Spielvereinigung Heßdorf soll eine schon länger diskutierte Baumaßnahme in Angriff genommen werden. So muss eine Stützwand errichtet werden, damit weitere Parkplätze geschaffen werden können. Für die genannten Baumaßnahmen wurde im Mai 2020 beschlossen, einen Ingenieurvertrag mit dem Ingenieurbüro Pongratz abzuschließen.

Da die bisherige Zusammenarbeit mit dem Büro sehr zufriedenstellend verlief, stimmte der Heßdorfer Gemeinderat einer vorliegenden Abschlagszahlung in Höhe von knapp 7000 Euro für die Leistungsphasen 5 bis 8 zu und beauftragte Bürgermeister Horst Rehder (BB) mit der Abwicklung der weiteren Leistungsphasen. Johann Ort (FW), Vorsitzender des Sportvereins, bat den Bürgermeister zu prüfen, ob bei Errichtung der Stützmauer der Gehweg gepflastert werden könne. "Wenn die Baufirma dort ausgekoffert, dann wird mit Sicherheit der asphaltierte Gehweg brechen, und dann wäre Pflastern die bessere Alternative." Den Vorschlag will der Bürgermeister prüfen lassen.

Keine Tankstelle im Gewerbepark

Auf der Tagesordnung der Sitzung am Dienstagabend standen auch drei Bauanträge . Während es bei den Bauanträgen zu den Einfamilienhäusern in Heßdorf und Hannberg keine Fragen und das gemeindliche Einvernehmen gab, wurde die Errichtung einer Betriebstankstelle ohne Personal im Gewerbepark einstimmig abgelehnt.

Wie Bürgermeister Rehder erläuterte, ist die Tankstelle an der nördlichen Grundstücksgrenze außerhalb der Baugrenze geplant. Das Grundstück liege im Geltungsbereich der 1. Änderung des Bebauungsplanes "Gewerbegebiet Ost" und für die Überschreitung der Baugrenze bedürfe es einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes .

Zu dem Vorhaben hat die Verwaltung eine Stellungnahme des Wasserzweckverbandes eingeholt, da sich das Grundstück im Wasserschutzgebiet befindet. Der technische Leiter des Wasserzweckverbandes hält die bauliche Umsetzung aufgrund der Lage und der Größe des Bauvorhabens für höchst problematisch. Denn im Bebauungsplan ist ausdrücklich festgelegt, dass Tankstellen und ähnliche Betriebe nicht zugelassen sind. Eine förmliche Beteiligung der Fachstellen erfolgt nach dem Beschluss noch durch das Landratsamt Erlangen-Höchstadt im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens. Ohne Diskussion wurde das Vorhaben einstimmig abgelehnt.

Zum Tagesordnungspunkt " Bauanträge " gab es am Ende noch eine rege Diskussion mit Zuhörern, Bürgermeister und Gemeinderäten . Die bauwilligen Zuhörer beklagten das lange Verfahren, nachdem der Bürgermeister mitgeteilt hatte, dass zum Beispiel der Bebauungsplan "Untermembach 2 - 4" erneut öffentlich ausgelegt wird.

Bauherren werden ungeduldig

Im Gremium wurden Stimmen laut, dass dies dem Architekten anzulasten sei. Denn wie der Bürgermeister ausführte, war für Untermembach geplant, das betreffende Gebiet vom bisherigen "Dorfgebiet" in ein "Wohngebiet" umzuwandeln, und das führte scheinbar zu Differenzen mit dem Landratsamt. Der Bürgermeister sicherte den Fragestellern zu, dass sie in jedem Fall bauen könnten, denn die erneute Auslegung erfolge im verkürzten Verfahren.