Ein Krähen, Gurren, Gackern und Trommeln der 261 verschiedenen Rassegeflügeltiere empfing die Besucher der 50. Aischtalschau. 28 Hobby- und Geflügelzüchter zeigten auf der Schau des Geflügelzuchtvereins Adelsdorf und Umgebung ihre Tiere . Neben verschiedenen Hühner-, Zwerghühner- und Taubenrassen konnte man auch Enten, Gänse und Puten in der Turnhalle der Grund- und Mittelschule Adelsdorf bewundern. Am Samstag wurden die Leistungssieger prämiert. Seit ungefähr 18 Jahren findet die Ausstellung in der Adelsdorfer Schulturnhalle statt.

Vorsitzender Johannes Weiß hieß Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) als Schirmherrn und seinen Vertreter Günter Münch (FW), Altbürgermeister und Ehrenmitglied Ewald Münch, Klaus Neudecker (Ehrenvorsitzender im Kreis III Erlangen) und Jochen Sperber (neuer Vorsitzender des Kreis III Erlangen), die Mitglieder befreundeter Vereine und des eigenen Vereins sowie die Gäste willkommen.

Die Anfänge

Zum Jubiläum ging er kurz auf die Geschichte der Aischtalschau ein. Die erste Aischtalschau wurde am 12. und 13. Dezember 1970 im Drei Kronen Saal abgehalten. „Die Liste der damaligen Preisträger erinnert an etliche Züchter, die sich im Verein über viele Jahre stark engagiert haben wie Lorenz Herzig, Georg Dittner, Josef Weiß , Rudolf Röckelein und Kurt Knöttner.“, so Weiß. „Normalerweise hätte die 50. Aischtalschau bereits 2019 stattgefunden, aber zweimal mussten wir uns in den vergangenen Jahren einem Virus geschlagen geben: 2005 herrschte die Vogelgrippe und letztes Jahr musste sie wegen Corona ausfallen“, erklärt er. Zu lange konnte man sich nicht mehr treffen, sich nicht über das Hobby und die Tiere austauschen.

Von den im Jahr 1970 56 Ausstellern kamen 42 aus dem Adelsdorfer Verein – und davon stellen auch noch heute einige aus: Edmund Brehm, Gerhard Merz , Günter Weidner und Johannes Weiß .

Nachwuchszüchter zeigen 25 Tiere

Die diesjährigen Tiere kommen aus 36 unterschiedlichen Rassen von Ziergeflügel in den Volieren in etwa 59 Farbvariationen zusammen. Die Jugend zeigte 25 Tiere , das sind elf Prozent alles gezeigten Federviehs. Zwölfmal wurde die Höchstnote v (vorzüglich) und 20 Mal die zweithöchste Note hv (hervorragend) vergeben.

Bereits am Freitag waren die Preisrichter des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter, Roland Berger , Willibald Roauer, Klaus Ziener und Otto Endler, mit der Bewertung der Tiere beschäftigt. Sie mussten sich an die von ihrem Bund vorgegebene Musterbeschreibung halten. Pro Tier wird eine Bewertungskarte ausgestellt, auf der Vorzüge, Wünsche oder auch Mängel schriftlich festgehalten werden. Die Höchstpunktzahl, die ein Tier erreichen kann, liegt bei 97 Punkten und bedeutet vorzüglich.

Schirmherr Fischkal sprach seine große Bewunderung für die geleistete Arbeit aus, die so eine Schau mit sich bringt. Natürlich hatte er ein Kuvert als Anerkennungsgeschenk dabei.

An beiden Tagen kamen viele Besucher vorbei. Sie bewunderten die Rassetiere, kauften Lose und für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. Die Kinder nutzten gerne die Spiel- und Malecke. Johanna Blum