Nicht jeder Arbeitnehmer hat das Glück , in seinem Traumberuf arbeiten zu können. Martina Dörfler hat dieses Glück , denn sie arbeitet in den Höchstadter Bädern als Bademeisterin. Die Fachangestellte für Bäderbetriebe, wie der Beruf korrekt heißt, stammt aus Hirschaid und wurde in der dortigen Frankenlagune mit der Unterstützung ihres Vaters mit dem Wasser „sozialisiert“. In Höchstadt, so sagt sie, habe sie nicht nur ihren Traumberuf gefunden, sondern darf außerdem in einem tollen Team arbeiten.

Die Ausbildung zur Bademeisterin dauerte drei Jahre und beinhaltet im Theorieteil unter anderem die „Chemie des Wassers“, um die Gesundheit der Badegäste später zu garantieren. Sportliche Leistungen sind auch gefragt: Kopfsprung vom Dreimeterturm, 300 Meter mit Kleidung schwimmen und 35 Meter tauchen.

Tag beginnt um 7 Uhr

Nach verschiedenen Einsatzorten wurde Martina Dörfler bei einem Lehrgang von Hans-Peter Philipp, dem Leiter des Höchstadter Sportzentrums, entdeckt und nach Höchstadt eingeladen.

Neben der fachlichen ist auch die soziale Kompetenz bei der Arbeit als Bademeisterin sehr wichtig. Ein typischer Tag beginnt um 7 Uhr mit dem Reinigen der Filter. Wobei der große Sauger nachts automatisch das große Becken reinigt. Die liebsten Besucher sind ihr die Stammgäste, Kinder wie Erwachsene , die mit einem Lächeln kommen und sich wieder mit einem Lächeln verabschieden. Weniger erfreulich sind Jugendliche , die sprachliche Inkompetenz vortäuschen und bewusst gegen die eigentlich klaren Regeln verstoßen. Dann muss das Hausrecht nach einer Verwarnung umgesetzt werden. In der vergangenen Saison musste der Badebesuch etwa zehn Mal vorzeitig beendet werden.

Ebenfalls zur Basisausbildung gehört die Anwendung der HLW, der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Seit April 2018, solange ist Martina Dörfler bereits in Höchstadt beschäftigt, musste sie ihr lebensrettendes Wissen zweimal anwenden. Erfreulicherweise mit Erfolg .

Sehr positiv ist die intensive Kooperation mit der Höchstadter Wasserwacht unter ihrem Vorsitzenden Alexander Pauls.