Den „Internationalen Tag der Frauen“ feiern am 8. März seit 1911 weltweit Frauen und solidarische Menschen, um auf Frauenrechte und auf die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam zu machen. Bis heute treten sie an diesem Tag für die Gleichberechtigung aller Menschen unabhängig von Geschlecht ein. Auch in diesem Jahr haben wieder zahlreiche Erlanger Einrichtungen, Gruppen und Engagierte gemeinsam mit der Stadt Erlangen Veranstaltungen organisiert.

Geboten werden vom 1. März bis zum 9. April interessante Programmpunkte rund um frauen- und geschlechterpolitische Thematiken, von Vorträgen und Austauschrunden über eine Filmvorführung bis hin zu Workshops – online und in Präsenz.

Konzert am 8. Mai

Die Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen bietet am Dienstag, 8. März, um 20 Uhr (E-Werk Erlangen , Fuchsenwiese 1) ein Konzert mit „Elena Steri und Band“ an. Das Konzert wird von der Gleichstellungsstelle in Kooperation mit dem E-Werk Erlangen veranstaltet.

Ein Vortrag „Alle zusammen für eine gender- und klimagerechte Zukunft!“ mit Martina Bergk (Life Bildung Umwelt Chancengleichheit e.V.) findet am Freitag, 11. März, um 19 Uhr in der Stadtbibliothek, Marktplatz 1, statt. Eine Anmeldung für die Veranstaltung vor Ort ist bis 9. März erforderlich unter: gleichstellungsstelle@stadt.erlangen.de. Die Veranstaltung wird gleichzeitig auf YouTube gestreamt (Link: https://youtu.be/5UCYkuahHTM . Der Vortrag wird veranstaltet von der Gleichstellungsstelle und der Stadtbibliothek in Kooperation mit dem Referat für Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Erlangen .

Frauengeschichtliche Stadttour

Und schließlich gibt es eine Stadttour „Erlangerinnen in Bewegung: Eine frauengeschichtliche Stadttour“ mit Nadja Bennewitz am Samstag, 12. März, von 16 bis 17.30 Uhr. Treffpunkt: Eingang Palais Stutterheim, Marktplatz 1.

Das komplette Programm und weitere Informationen sind abrufbar im Internet unter www.erlangen.de/8maerz .

Am internationalen Frauentag treten Frauen und solidarische Menschen öffentlich für mehr Geschlechtergerechtigkeit ein. Dabei spielen viele Themen eine Rolle, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Es gelte einerseits die frauenpolitischen Errungenschaften zu würdigen. Ein aktuelles Beispiel sei die Streichung des Paragraph 219a „Werbung für den Abbruch einer Schwangerschaft“ aus dem Strafgesetzbuch. Damit könnten Frauen schneller qualifizierte Informationen erhalten, womit ihr Selbstbestimmungsrecht gestärkt wird.

Andererseits gelte es nach wie vor, notwendige gleichstellungspolitische Veränderungen zu fordern. Eine grundlegende Forderung sei die nach fairer Verteilung und Aufwertung von Sorgearbeit (Equal Care). Carearbeit ist oft unsichtbar und wird übergangen. Equal Care meint alle Tätigkeiten des Sich-Kümmerns, sowohl die Für- als auch die Selbstsorge, sei es professionell oder privat, bezahlt oder unbezahlt.

In Deutschland leisten Frauen im Privaten über 50 Prozent mehr Familien- und Sorgearbeit als Männer. Über 80 Prozent der Berufe im Pflege-, Erziehungs- oder Reinigungsbereich werden von Frauen ausgeführt. Diese Unterschiede bezeichnen den Gender Care Gap.

Eine weitere wichtige Forderung ist die nach Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern. In Deutschland liegt der Gender Pay Gap momentan bei 18 Prozent. Das bedeutet, dass Frauen durchschnittlich 18 Prozent weniger verdienen als Männer. Um diese Lohnlücke zu kritisieren, wird der Equal Pay Day begangen, dieses Jahr am 7. März. Dieses Datum markiert symbolisch den Zeitpunkt, bis zu dem Frauen in Deutschland unbezahlt arbeiten, während Männer ab dem 1. Januar entlohnt werden. Oberbürgermeister Florian Janik : „Wir alle können dazu beitragen, indem wir zum Beispiel Rollenbilder hinterfragen und vielfältige Lebensentwürfe fördern“. red