„Ein hervorragendes Beispiel, wie mit viel Engagement und Nächstenliebe Abhängigen aus der Sucht geholfen werden kann“, so nannte der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann , die Laufer Mühle. In seiner empathischen Festrede anlässlich des 25. Vereinsjubiläums war er voll des Lobes für die Suchthilfe-Einrichtung, der er einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus bescheinigte.

Namentlich hob er die Leistung des Gründungsvorsitzenden Ewald Münch hervor, dem es als damaligem Bürgermeister von Adelsdorf gelungen ist, „sehr schnell aktive Unterstützer für die Laufer Mühle zu gewinnen“. Er bedankte sich bei ihm dafür, dass er der Laufer Mühle eine Chance gegeben habe und sich so aktiv und mutig für sie einsetze. Auch die Leistung von Michael Thiem als Einrichtungsleiter hob er besonders hervor, sowie das intensive Engagement Reinhard Lugschis als heutigem 1. Vorsitzenden . An die Mitglieder des Freundeskreises gewandt, fasste er den Wert des Vereins mit folgenden Worten zusammen: „Sie tragen (…) maßgeblich zum Therapieerfolg der Bewohnerinnen und Bewohner bei und sind für sie eine echte Stütze, ein Fels in der Brandung. Sie sind wahre Lebensretter!“

Reinhard Lugschi nahm das Jubiläum zum „ freudigen Anlass, um Bilanz zu ziehen über all das, was in diesem Vierteljahrhundert“ geleistet wurde. Er erinnerte an die Geschichte und die Entwicklung des Vereins, die parallel zur Entwicklung und dem Erfolg der Laufer Mühle vorangeschritten ist – „aus bescheidenen Anfängen hin zu einem etablierten Sozialkonzern mit bundesweitem Vorbildcharakter“. Seit der Gründung des Vereins konnte die Einrichtung mit über einer halben Million Euro unterstützt werden. Lugschi freute sich, auch eine Reihe prominenter Mitglieder begrüßen zu können, zu denen auch der Staatsminister gehört. Außerdem Marlene Mortler , Mitglied im Europaparlament, die in der Zeit von 2014 bis 2019 als Bundesdrogenbeauftragte den ersten Besuch in der Laufer Mühle absolvierte, Stefan Müller , MdB, der auch dem Beirat des Freundeskreises angehört, die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich sowie den Landtagsabgeordneten Walter Nussel . Des Weiteren begrüßte er den Adelsdorfer Bürgermeister Karsten Fischkal, den Weisendorfer Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein sowie den Dritten Bürgermeister der Stadt Ebermannstadt, Richard Wiehgärtner, und den stellvertretenden Landrat Dr. Martin Oberle. Auch aus der regionalen Wirtschaft waren für den Freundeskreis wichtige Vertreter anwesend. Stellvertretend für sie alle begrüßte er den Vorsitzenden des Gesellschafterkreises der Martin Bauer Group und Beiratsmitglied des Vereins, Adolf Wedel, und seine Frau Hedi Wedel. Sein Gruß galt auch einem weiteren Beiratsmitglied, dem ehemaligen Oberstaatsanwalt, Walter Knorr . Um den Mitgliedern einen bildhaften Eindruck über ihr Wirken zu vermitteln, wurde ein „Talkshow“-Format präsentiert, bei dem einige Bewohnerinnen und Bewohner der Laufer Mühle beziehungsweise ehemals Abhängige zu essenziellen Themen befragt wurden. Zusammenfassend bestätigten die Antworten die Motti der Laufer Mühle, Leben meistern, und des Freundeskreises, Hilfe zur Selbsthilfe.

„Ohne diese großartige Unterstützung wäre ich heute nicht mehr da“, versicherte zum Beispiel Kessy, die inzwischen als Mitarbeiterin der Laufer Mühle im Greuther Teeladen innerhalb des Kreis-Lauf-Kaufhauses Neustadt/Aisch beschäftigt ist und nun als Ex-Userin selber wieder Bewohnerinnen und Bewohner in der Arbeitstherapie anleitet. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Höchstadter Vokalensemble „Quindici“, das, so die einhelligen Rückmeldungen, viele schöne Highlights gesetzt habt.