Es war sicher nicht nur die gute Witterung, sondern auch die Dankbarkeit gegenüber den verstorbenen Angehörigen, dass so viele Menschen am Nachmittag des Allerheiligentages den Höchstadter Friedhof besuchten.

Den Festgottesdienst wie die anschließende Gräbersegnung umrahmten die Stadtkapelle, Schwester Ester und Schwester Josefina vom Konvent der Auerbacher Schwestern und Wolfgang Först am Klavier. Sabine Fink, Lisa Brinkel und Wolfgang Köberlein trugen passende biblische wie lyrische Texte und Gebete zum Allerheiligentag vor. Michael Litz und Paul Maier beschallten den gesamten Friedhof so, dass in allen Teilen der städtischen Friedhofsanlage das Geschehen akustisch mitverfolgt werden konnte.

In seiner Ansprache verwies Stadtpfarrer Kilian Kemmer auf die Bedeutung der Heiligenverehrung wie des Totengedenkens: „Menschen strahlen noch lange nach ihrem Tod etwas aus, was uns helfen kann, Gott näherzukommen.“ Kemmer berichtete von einer Frau, die zwei Kinder und ihren Mann im besten Alter verlor und dadurch auch ihren Glauben. Vor dem Familiengrab betonte die Frau immer wieder, dass sie ihre Verstorbenen weiterhin lieb habe. „Es waren wohl die Verstorbenen, die ihr halfen, wieder an den lieben Gott zu glauben“, sagte Kemmer.

Mit einem Dank „für die Demonstration des Lebens und des Glaubens“ an die große Menschenansammlung beschlossen die Geistlichen die Feier. Vorausgegangen waren die Friedhofsgänge in Sterpersdorf, Gremsdorf, Etzelskirchen und auf dem Friedhof „An der Birkach“. red