Wie abhängig wir inzwischen von einer funktionierenden Internetverbindung sind, spüren Tausende von Haushalten, Firmen und Schulen im Raum Höchstadt / Adelsdorf seit Mittwochnachmittag. Wer über den Anbieter Vodafone ins Internet geht, Kabel-TV nutzt oder über das Kabelglasfasernetz telefonieren möchte, sitzt seit Mittwoch vor dunklen Computer- und Fernsehbildschirmen und einer toten Telefonleitung.

Auf eine Anfrage des FT bei der Vodafone-Pressestelle nach den Ursachen für den Blackout kam gestern am späteren Nachmittag die Antwort. Ursache ist laut Pressesprecherin Heike Koring "der Ausfall einer Glasfaserverbindung". Seit Mittwoch, 3. Februar, um 14.30 Uhr komme es zu lokalen Einschränkungen in einem Teil des Kabelglasfasernetzes im Bereich Adelsdorf und Höchstadt .

Rund 3800 Haushalte sind laut Vodafone betroffen und können seit diesem Zeitpunkt kein Kabelfernsehen empfangen, das Breitband-Internet nicht nutzen und auch nicht über das Festnetz telefonieren.

Gestern am frühen Abend konnte die Pressesprecherin noch keinen Zeitpunkt nennen, ab wann der Empfang wieder zur Verfügung steht. Dem Unternehmen Vodafone sei bewusst, "dass unsere Kunden klare Kommunikationsbedürfnisse haben und den Anschluss an das Kabelglasfasernetz von Vodafone wünschen und benötigen". Man setze alles Menschenmögliche daran, den Kunden vor Ort die Dienste schnellstmöglich wieder zur Verfügung zu stellen.

Der Ärger in vielen Haushalten über den Ausfall von Fernsehen und Internet ist groß, vor allem, weil er gestern schon über einen Tag andauerte. Ob die Bitte des Unternehmens um etwas Geduld und die "Entschuldigung für die vorübergehenden Unannehmlichkeiten" die aufgebrachten Kunden besänftigen können?

Mehr als ein Dutzend von ihnen hat sich gestern beim FT gemeldet und nach den Ursachen für den Ausfall erkundigt. Einige waren recht erbost. Vor allem die, die derzeit im Homeoffice sitzen und wichtige Aufträge zu erledigen haben. Andere wollten sich gerne in der aktuellen Lockdown-Zeit vom Fernsehen unterhalten lassen.

Distanzunterricht fällt aus

Ein kleines Chaos hat der Schaden im Glasfasernetz an mancher Schule angerichtet. Betroffen ist auch die Spix-Mittelschule in Höchstadt . Sie nutzt das sonst leistungsstarke Vodafone-Netz und hat darauf ihren Distanzunterricht aufgebaut.

Wie Rektor Michael Ulbrich berichtet, konnten die in den Notgruppen an der Schule betreuten Schüler keinen Kontakt mit ihren Lehrern zuhause aufnehmen. Da werde nach Stundenplan unterrichtet und dann fehlen von 25 plötzlich 12 Schüler , die sich eigentlich hätten einloggen müssen.