Die Corona-Pandemie trifft in besonderer Weise auch Kinder und Jugendliche. Nicht nur die eingeschränkten sozialen Kontakte in der Freizeit, sondern auch das Homeschooling fordern die junge Generation und ihre Angehörigen in diesen Zeiten ungemein. Inwieweit können hier noch sinnvolle Erstkommunionfeiern für Kinder in der dritten Klasse organisiert und durchgeführt werden?ieser Frage stellten sich auch die Verantwortlichen in der katholischen St.-Georgspfarrei.

Denn einerseits möchten das familiäre Umfeld und auch die kirchlichen Bezugspersonen den Kindern trotz allem einen prägenden Festtag ermöglichen, zumal sich die Jungen und Mädchen spürbar auf das Fest freuen. Zum anderen braucht es trotz Einschränkungen eine ansprechende Vorbereitung, die dem Infektionsschutz gerecht wird.

Bereits Ende des vergangenen Jahres fanden die Erstbeichten der Kinder noch vor dem Lockdown im Dezember statt. Nachdem im März die Schulen für Wechselunterricht geöffnet wurden, erlaubten die kirchlichen Behörden unter Wahrung der Schutzmaßnahmen auch eine Vorbereitung auf die Erstkommunion.

Dank der Bereitschaft des Kompetenzteams von St. Georg und der Bildung kleiner Gruppen in großen, geeigneten kirchlichen wie nicht kirchlichen Räumlichkeiten konnten zunächst die sechs Vorbereitungstreffen mit den Kindern stattfinden. Unter der Leitung von Pastoralreferentin Monika Urbasik bereiteten Jutta Paulini, Maria Lisch, Martina Schörer-Hutzler, Maria Marx, Marianne Mader, Karola Goncalves, Kathrin Lang , Sonja Cordes, Sibylle Dalles und Stefanie Köberlein die 58 Kinder in angemessenen Gruppengrößen auf ihren Festtag vor.

Nach einem gemeinsamen Weggottesdienst in der Stadtpfarrkirche begaben sich die Kinder jeweils in ihre festen Kleingruppen. Die Eltern der Erstkommunikanten, die sich bereit erklärt hatten, die Vorbereitung mit zu begleiten, mussten auf Grund der geltenden Bestimmungen auf ihre Unterstützung verzichten.

Das Pfarramt stellte den Familien der Kinder während der Vorbereitungswochen zehn Termine mit jeweils circa sechs Kindern für die Erstkommunionfeier zur Auswahl. „Wir wollten den Familien durch Terminfestlegungen nicht noch mehr an Auflagen zumuten und den Angehörigen mit den Kindern eine individuelle Auswahlmöglichkeit einräumen“, so Stadtpfarrer Kilian Kemmer . Überraschend war, dass es für den April bereits vier ausgewählte Termine gab. Damit hatte man im Pfarramt nicht gerechnet.

Freilich waren in der Stadtpfarrkirche nach den Auflagen des Infektionsschutzes die festlichen Gottesdienste platztechnisch mit allen Gästen der Kinder möglich. Die anschließenden Feiern allerdings konnten nach momentaner Vorschrift nur noch von jeweils zwei Haushalten wahrgenommen werden.

Dankbare und zufriedene Kinder erzählten bei der Dankandacht am Abend der bisherigen vier Festtage „von schönen Feiern“ im zwangsläufig reduzierten Rahmen, berichtet Kilian Kemmer . „Das deuten wir als Zeichen, dass die basics tatsächlich im Vordergrund standen und die Rankewerke mit manchem Schnokus eines solchen Festtages eher in den Hintergrund traten.“

Mit großem logistischen Aufwand ermöglichten Pastoralreferentin Monika Urbasik, die Büroleitung des Pfarramtes , Silvia Lohmann; die Ordnungsdienste des Pfarrgemeinderates und des Kompetenzteams bisher vier ansprechende Gottesdienste . Den Gemeindegesang ersetzten professionell Henning Schwarz an der Orgel und Michael Ulbrich mit seinem Sologesang.

Fortsetzung im Sommer

Im Juli folgen an den von den Eltern gewählten Terminen drei weitere Erstkommunionfeiern. Ob sich bis dahin die Auflagen ändern, bleibt ungewiss. Doch dass auch die Erstkommunionkinder im Juli ein prägendes Erlebnis erfahren werden, dessen sind sich alle in der St.-Georgspfarrei sicher. NR