Bei der Abschlussveranstaltung zum „Lauf für Kaya “ in der Aula des Gymnasiums berichteten die Moderatoren Emilie Mitzenheim und Fabian Essler von den Herausforderungen des Events und von einem stolzen Ergebnis: Die Schüler übergaben mit Sportlehrer und Lauf-Erfinder Matthias Engel die stolze Spendensumme von 39 000 Euro, die jetzt nach Kaya gehen, um damit Schulen, Gesundheitszentren, Infrastruktur und die Elektrifizierung zu unterstützen. Weitere 500 Euro gingen an Claus Güllich für sein Projekt „Ein-Dollar-Brille“. Insgesamt waren 2500 Leute aller Altersklassen, Kita-Kinder genauso wie Schüler und Firmenmitarbeiter , beim „Lauf für Kaya “ an den Start gegangen.

„Wir sagen danke, das geschieht in der heutigen Zeit leider viel zu selten, denn vieles wird als selbstverständlich hingenommen“, sagte die Gymnasiastin Emilie Mitzenheim.

Bester Läufer des Gymnasiums

Fabian Essler stellte den Physiklehrer Wolfgang Ammon als besten Läufer des Gymnasiums in den Mittelpunkt, der wesentlich zur Spendensumme beitrug. „Ich habe kein Verständnis für die große Politik, die für die Situation in den afrikanischen Ländern zwar immer viele Worte findet, aber meist keine Taten folgen lässt“, betonte Ammon.

Seitens der Mittelschule bedankte sich Rektor Helmut Nicklas beim Gymnasium für die hervorragende Kooperation.

Da sich – anders als in den Jahren zuvor – nicht alle Teilnehmer auf dem Sportplatz des Gymnasiums Herzogenaurach hatten versammeln dürfen, war zusammen mit der Firma Adidas die Möglichkeit geschaffen worden, in der Adidas-Running-App teilzunehmen. Und weil zu Beginn der Planungen aufgrund der Corona-Pandemie niemand wusste, was im Frühjahr möglich sein würde und ob die Schulen überhaupt offen sein würden, entwickelten Matthias Engel und das „Kaya-Team 2021“ verschiedene Varianten, um den Kaya-Lauf durchführen zu können. Die Läufer konnten so zu jeder Zeit und an jedem Ort laufen. „Mit Hilfe der Runtastic-App konnten dabei die gelaufenen Kilometer nachvollzogen werden“, berichtete Matthias Engel. Das Seminar hatte hierfür ein Anleitungsvideo erstellt, das auf dem Youtube-Kanal des Projekts „Lauf für Kaya !“ zu finden ist.

Projekttage mit vielen Vorträgen, die insbesondere auch von der Partnerschaftsbeauftragten Rosa Abel unterstützt wurden, informierten die Schüler über die Situation in Burkina Faso und in der Partnerstadt Kaya .

Im Sommer liefen dann Schüler verschiedener Schulen, einige Kindergärten und Firmen, aber auch Privatleute für den guten Zweck. Das Organisationsteam versorgte die Läufer auf dem Gelände mit Wasser, Äpfeln und tageweise mit wechselnden Speisen wie Leberkäse, Bratwurstbrötchen und Wassereis.

Jede Klasse des Gymnasiums lief während ihrer regulären Sportstunden. Auch Schüler der Real- und Mittelschule sowie Grundschüler der Carl-Platz-Schule und der Grundschule Burgstaller Weg nahmen teil.

Schulleiter Norbert Schell, der von Beginn an das Projekt unterstützte, lobte bei der Abschlussveranstaltung in der Aula das Organisationsteam.

Auf die Bühne wurde auch die Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Herzogenaurach , Rosa Abel, gebeten. „Respekt, was ihr auf die Beine gestellt habt“, sagte sie unter Beifall. Sie berichtete von den neuesten Entwicklungen aus Kaya und Burkina Faso und darüber, wie die Spenden verwendet werden. Durch Corona, Streiks und Terror seien einige Projekte ins Stocken geraten, aber es werde weiter am Brunnenbau gearbeitet, eine Wasseraufbereitungsanlage in Betrieb genommen und ein Müllmanagement vorbereitet.

Eine stolze Gesamtbilanz

Per Video gab es auch vom Schirmherrn, Bürgermeister German Hacker , Lob, Anerkennung und herzlichen Dank. Sowohl Hacker als auch Rosa Abel betonten die trilaterale Zusammenarbeit zwischen Kaya , Herzogenaurach und Châtellerault, Kayas französischer Partnerstadt , die den Austausch zwischen den europäischen und afrikanischen Partnern fördert.

Durch „Lauf für Kaya !“ konnten schon über 300 000 Euro nach Afrika geschickt werden. Informationen dazu gibt es auch auf www.lauf-fuer-kaya.de und Instagram@lauffuerkaya.