Der Arbeitskreis Frauenaurach im Heimat- und Geschichtsverein Erlangen ist mit inzwischen über 100 Ausstellungen eine sehr aktive Gruppierung im eigenen Museum im Amtshausschüpfla. Inzwischen kann er auf 40 Jahre zurückblicken. Anlass für eine Festveranstaltung im Gemeindezentrum mit einem Rückblick auf diese Zeit.

Jutta Triantafyllidis erinnerte sich an die Anfänge und die Einschätzung des Projekts durch die Einheimischen: „Des werd doch nix mit dem Museum“, waren viele der Überzeugung. Die Aktiven konnten mit ihrem Engagement aber diese Ansicht widerlegen. Triantafyllidis war zu diesem Zeitpunkt Lehrerin an der Teil-Hauptschule in Frauenaurach. Sie beobachtete die Renovierung des Gasthauses zum Schwarzen Adler aufmerksam mit ihren Schülerinnen und Schülern. Aus dieser Beschäftigung mit dem fränkischen Fachwerk wurde eine Ausstellung in der Schulaula. Bernd Nürmberger regte damals an, die Ausstellung zu wiederholen und zusätzlich einen Arbeitskreis des Heimatvereins für Frauenaurach zu gründen.

Unterstützung erhielt dieses Projekt in seiner Frühphase auch durch Helmut Horneber und den damaligen Bürgermeister Dietmar Hahlweg . Zum Glück für die engagieren Frauenauracher gehörte das von ihnen auserkorene Gebäude in der Brauhofgasse, in dem nun das Museum untergebracht ist. Nach ersten Arbeiten konnte das Gebäude erstmals zur Kirchweih des Jahres 1982 für Besucher zugänglich gemacht werden. Aus diesem Nucleus entwickelte sich auch eine Geschichtsforschung zum Ort, schließlich war Frauenaurach für kurze Zeit Nebenresidenz der Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach, bevor sich die Residenz in Erlangen etablieren konnte.

Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Beschilderung bekannter Gebäude in Frauenaurach und deren Beschreibung. Die Arbeit der Initiatoren Manfred Kellner und Ludwig Strattner, die auch die Finanzierung sicherstellen, unter anderem mit einer alljährlichen Ausstellung in der Frauenauracher Schieder Mühle, wurde bei der Veranstaltung noch besonders gewürdigt.

Für die Stadt Erlangen überbrachte Bürgermeister Jörg Volleth die Grüße, Brigitte Korn für das Stadtmuseum. Der Ortsring Frauenaurach mit Kristina Kunz, der Ortsbeirat mit Florian Schieder und die Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Erlangen , Pia Tempel-Meinetsberger, beglückwünschten ebenfalls.

Unterstützt bei der Präsentation wurde Triantafyllidis von Jörg Hillebrecht, der gemeinsam mit Klaus Meinetsberger eine Jubiläumszeitung zu den Aktivitäten des Arbeitskreises zusammengestellt hat.

Den Festvortrag hielt Bezirksheimatpflegerin Andrea Kluxen, ein Plädoyer für die oftmals von Ehrenamtlichen getragenen Heimatmuseen. Für die musikalische Umrahmung zeichnete der Posaunenchor Frauenaurach unter Gerhard Zehnter verantwortlich.