Da coronabedingt auch in diesem Jahr keine Wallfahrt nach Gößweinstein unternommen werden konnte, sollte ein Ersatz gefunden werden. Hier bot sich die Filialkirche von Haundorf an, ziert doch ein Relief der Allerheiligsten Dreifaltigkeit deren Chorraum.

Am dritten Sonntag im September trafen in einer Sternwallfahrt die Gläubigen aus den Seelsorgebereichen Aurach-Seebachgrund mit Herzogenaurach und Weisendorf sowie dem Seelsorgebereich Erlangen West mit Büchenbach zu Fuß oder mit dem Fahrrad in Haundorf ein. Den Gottesdienst mit den Gläubigen feierten die Pfarrer Helmut Hetzel und Marcel Jungbauer sowie Diakon Stefan Lunz auf der Freifläche um die Kirche . Pfarrer Hetzel würdigte die Bereitschaft der Gläubigen , auch andere Wege zu gehen.

In seiner Predigt war Pfarrer Jungbauer überzeugt, dass Gott auch in schwierigen Situationen Lösungen finde und er bei den Menschen wirke. Daher habe der Heilige Geist einen Weg gezeigt, wie eine Gößweinstein-Wallfahrt trotz der Beschränkungen möglich sei.

Ein Ziel

Die Gläubigen hätten sich auf den Weg gemacht und seien nicht im Kreis gegangen, sie hätten vielmehr ein Ziel. „Wir haben einen, der uns Erlösung schenken kann“, so Jungbauer.

Denn Gott werde nicht im Großen erfahrbar, vielmehr in den kleinen Zeichen. Außerdem sei eine Wallfahrt auch ein Zeichen für die Menschen selber, dass sie nicht allein unterwegs seien mit ihrem Glauben.

Auch Haundorf könne getrost als Gnadenort bezeichnet werden, weil auch hier Menschen versammelt sind und eine Stärkung im Glauben fänden. Seine Predigt beendete Pfarrer Marcel Jungbauer mit dem Satz: „Jeder geht vom Gnadenort wunderbar getröstet fort.“

Nach dem Gottesdienst in Haundorf konnte jeder Gläubige neu bereichert im Glauben den Heimweg antreten.