Obwohl der Titel auf den ersten Blick weihnachtlich klingt, hat das digitale Seminar mit Jürgen Ungerer wenig mit Weihnachten zu tun. Denn der Selbsthilfe-Aktive und Ex-Alkoholsüchtige wird von seiner Reise durch die Alkoholsucht und seinem Engagement in der Selbsthilfe erzählen. Am Dienstag, 14. Dezember, spricht er ab 18.30 Uhr über Verzweiflung , aber auch über Mut und Hoffnung in der nun weihnachtlichen Pandemiezeit.

Dass man Sucht auch auf humorvolle Weise betrachten kann, das bewies Ungerer schon bei den vergangenen Vorträgen. Denn es ist nach seiner Meinung wichtig, „dieser Krankheit auf Augenhöhe zu begegnen und sich mit ihr auseinanderzusetzen“, sagt Ungerer. Das tut er bereits seit neun Jahren in der Selbsthilfegruppe DRY und im Blauen Kreuz Neustadt/Aisch als ehrenamtlicher Referent, als ausgebildeter ehrenamtlicher Suchtkrankenhelfer sowie im Vorstand des Landesverbandes Blaues Kreuz Bayern. Sein Credo dabei ist: „Wir tragen alle unsere süchtigen Anteile in uns. Den Menschen darauf zu reduzieren ist fatal. Ich bin Alkoholiker ? Nein! Ich bin Jürgen!“

Die eigentlich in Präsenz geplante Veranstaltung wurde in ein digitales Format adaptiert. Sie findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten dazu werden per E-Mail verschickt. Anmeldungen und Rückfragen sind bis 12. Dezember an Gudrun Hobrecht, Leiterin des Selbsthilfe-Büros, per E-Mail an info@selbsthilfe-nea.de oder unter der Telefonnummer 09161/888915 möglich. red