In den Zeiten der Klimakrise ist es wichtig, Zeichen zu setzen, findet die Umweltgruppe des Gymnasiums Höchstadt. Ein solches Zeichen soll der Klimawürfel sein, der seit kurzem im Hof der Schule steht.

„Die Klimakrise ist nicht irgendeine Krise – sie ist existenziell und fundamental für jeden Bewohner dieses Planeten. Nur gemeinsam kann diese Herkulesaufgabe angenommen und bewältigt werden“, heißt es dazu in einer Presseerklärung, die Janos Hübschmann im Namen der Umweltgruppe verfasst hat. Eine entscheidende Funktion nehme dabei Bildung ein. Umwelterziehung sei der Schlüssel zur Handlungsfähigkeit, die Pforte in eine nachhaltige Zukunft. Der Klimawürfel sei ein solches Aufklärungsinstrument. Aufgebaut vor den Musiksälen im Südhof, veranschaulicht er die Menge des pro Jahr ausgestoßenen Kohlenstoffdioxids pro Kopf in Deutschland.

„Verglichen mit anderen Industrienationen kann nachvollzogen werden, dass unser Land Teil des Problems ist. Ebenso gibt der Klimawürfel zu verstehen, wie jeder einzelne Teil der Lösung werden kann“, so Hübschmann weiter. „Wir können uns die Zukunft, die wir uns alle sehnsüchtig wünschen, durch unser Tun herbeiführen. Der Klimawürfel lehrt uns jenen Zusammenhang zwischen unserem Handeln und seinen Folgen. Gleichzeitig liefert er Alternativen, wie die persönliche CO2 -Bilanz verbessert werden kann.“

Doch wie kam der Klimawürfel überhaupt zum Gymnasium ? Wie der betreuende Lehrer Wolfgang Cayé berichtet, sei in der Umweltgruppe bereits im April dieses Jahres der Wunsch aufgekommen, einen Klimawürfel an der Schule aufzustellen. Nach Absprache mit der Stadt Höchstadt erklärte sich diese bereit, den Würfel zu erwerben, der bisher in Hemhofen stand, und ihn vorübergehend an der Schule aufzustellen.

Am alten Standort wurde durch eine Schülerin der Umweltgruppe festgestellt, dass zwei Seiten durch Besprühen unbrauchbar geworden waren. Da auch die Sponsoren- und Beteiligtenseite erneuert werden musste, folgt daraus, dass drei der vier Seiten neu bedruckt werden müssen.

In der Folgezeit wurde der Würfel in Hemhofen abgebaut und am Gymnasium eingelagert, es wurden Entwürfe für die neu zu bedruckenden Seiten erstellt. Im November waren die neuen Planen fertig, und mit Unterstützung der Hausmeister konnten die Schüler den Klimawürfel wieder aufbauen. Nach einer gewissen Zeit soll er auch an den anderen Höchstadter Schulen gezeigt werden, bevor er einen festen Platz in der Stadt erhält. red