Bernhard Belzer, der „Malerschmied“, wie er sich selbst bezeichnet, stellt in einer umfangreichen Werkschau seinen ganz eigenen Blickwinkel auf die Kunst in einer Einzelausstellung im Kunstraum in Herzogenaurach aus. Wasser, Feuer, Luft und Erde – das sind die Grundelemente, die ihm als Kunstschmied dienten und nun ausschließlich als Maler in eine andere Welt des Sehens entführen.

Sein fünftes Element ist die Ölfarbe, sind die Pigmente, die er auf der Leinwand schichtet, stapelt, verwischt und mischt. Mit allen Fingern beider Hände erschafft er eine subtile Annäherung an Heldenepen, an politische Fragen und menschliches Versagen. Er charakterisiert sich als Freidenker und gnadenloser

Autodidakt.

Seine außergewöhnliche Strichführung entsteht durch ein schnelles und auch langsames ständiges Nass-in-Nass-Arbeiten der langsam trocknenden Ölfarben. Denen er mittels Farbigkeit einen eigenen, weichen Ausdruck verleiht. Eigenwillig präsentieren sich Kriemhild neben Brunhild und auch Siegfried im Kampf mit dem Drachen.

Neben der religiös entrückten Maria mit ihrem Kind malt er fast schreiende Menschen im Krieg und zeigt das Leid, das durch Kollateralschäden banalisiert wird. Zugleich verzaubert die Heimatliebe des Niederndorfer Künstlers beim Hinschauen.

Ja, er lässt die Betrachter schauen, nachdenken und auch ein bisschen will er provozieren, wenn es um die Helden von damals und heute geht. Kunstfreunde sind eingeladen, Belzers Sicht auf die Welt kennenzulernen und mit dem Malerschmied über seine Kunst jenseits der Fotografie zu diskutieren. Er zeigt einen Kunstgenuss der besonderen analogen Art. red