Acht Gemeinderatsgremien hat sie erlebt und unter drei Bürgermeistern „gedient“. Wobei „gedient“ nicht das richtige Wort ist für das Dienstverhältnis von Irene Beck. Die „Verwaltungsangestellte“ im Pommersfeldener Rathaus und Frau von Altbürgermeister Hans Beck hat in mehr als 40 Dienstjahren ganz viel selbst in die Hand genommen, bewegt und dadurch ihre Gemeinde mitgeprägt.

Beim Abschied in die „passive Altersteilzeit“ (bis 2023) wurde Irene Beck im Rathaus und in der Gemeinderatssitzung ein „großer Bahnhof“ bereitet. Dass der örtliche Posaunenchor Irene Beck am Ende ihrer 41-jährigen aktiven Dienstzeit „aus dem Rathaus spielte“, sagt schon einiges. Mit ihrer in Jahrzehnten erworbenen Erfahrung dürfte sie auch für den ab Mai 2020 „neuen“ Bürgermeister Gerd Dallner eine große Hilfe gewesen sein. Sie sei eine „Problemlöserin“ und zudem ein Organisationsgenie, lobte Dallner denn auch bei der offiziellen Verabschiedung in der Gemeinderatssitzung. „Für viele Projekte hast du das Feuer entfacht und die Ampeln auf Grün gestellt.“ Irene Beck sei sich auch „nie für etwas zu schade gewesen“. Dass sie „ihre Gemeinde liebenswert gemacht hat“, entnahm Dallner den vielen Worten, die anlässlich Becks Abschied im Rathaus eingetroffen waren. Sie sei der gute Geist im Rathaus gewesen. Das Herz am rechten Fleck, habe sie jedoch mit ihrer Meinung nie hinterm Berg gehalten.

„Die Fraa vo der Gmaa“ war nicht nur „die rechte Hand des Bürgermeisters “, wie die Steppacher Kerwasburschen bei der letzten Kirchweih aufs Plakat geschrieben hatten. Nach den Worten der Limbacher Kerwasburschen war Beck sogar „das Herzstück der Gmaa“. Sichtlich gerührt und überwältigt nahm Irene Beck in der Sitzung das Lob entgegen. Sie habe immer die Menschen, die Gespräche, das Miteinander gebraucht. „Ich habe es nie bereut“, war ihr Abschiedswort. Evi Seeger