Die Hertha Aisch kann in dieser Fußballsaison wieder zwei Herrenmannschaften für den Spielbetrieb stellen. Das sei außergewöhnlich. Der Vorsitzende Andreas Gambel verriet in der Jahreshauptversammlung: „15 Neuzugängen steht kein Abgang gegenüber, da hat einfach unsere Fußballabteilung hervorragende Arbeit geleistet. Noch im September 2019 waren wir ganz am Boden und brachten bei den Spielen gerade mal elf oder zwölf Spieler zusammen.“

Nach dem ersten Lockdown habe der SC Hertha Aisch mit Tobias Hofmann einen super Trainer dazubekommen. Nun waren regelmäßig mindestens 20 Leute beim Training. Leider wurde die Saison aber nach drei Spielen corona-bedingt abgebrochen. „Seit Mitte Mai sind wir jetzt wieder im Training. Meistens sind über 30 Leute am Platz. Aus diesem Grund haben wir unseren ehemaligen Spieler und Trainer Michael Hobner als Co-Trainer mit in das Trainerteam genommen“, erklärte Gambel.

Das Beste an allem sei, dass ein großer Teil der Neuzugänge Aischer sei oder einfach „irgendeine DNA zur Hertha“ habe. Wenn es dann mal laufe, dann bringe der eine Neuzugang den anderen mit. Der Vorsitzende berichtete weiter: „Wir vom Verein mussten auf fast keinen Spieler zugehen. Geld beziehungsweise Handgeld bei einem Wechsel gibt es bei uns nicht – weder vom Verein noch von Privatpersonen.“ Mit Bastian Hobner habe der SC außerdem einen Vereinswirt, der sich für das Donnerstagstraining immer etwas einfallen lasse. Der Mitgliederstand konnte gehalten werden. In der Versammlung wurden Fanartikel in Zusammenarbeit mit der Firma Römmelt (Textilveredelung und Werbetechnik) neu aufgestellt. Da Ende Januar noch das Theater mit dem Stück „Pizza to go“ aufgeführt werden konnte, hatte der Verein finanzielles Glück.

Außerdem wird das Gelände durch eine neu aufgestellte Abteilung mit Rentnern gepflegt. Der Verein hat in neue Tore investiert und die Besandung des B-Platzes steht an. Die Gymnastikabteilungen überbrückten über Zoom-Training die Corona-Zeit. Im Jugendfußball gehen der SC Hertha Aisch , der SC Adelsdorf und der TSV Neuhaus im Kleinfeld eine Kooperation ein.

Beim letzten Hochwasser ist der Verein mit den Plätzen und dem Sportheim glimpflich davongekommen. Der Tennisplatz wurde aber sehr ramponiert. Hier werden Kostenvoranschläge eingeholt. jb