Am Aschermittwoch ließen sich in der Pfarrkirchen des katholischen Seelsorgebereichs Aurach-Seebachgrund die Gläubigen als Zeichen der Buße nach der Fastnacht ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen. Den Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche von Herzogenaurach zelebrierte Kaplan Pater Moison Michael MSFS gemeinsam mit Stadtpfarrer Helmut Hetzel.

Mit Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern , bei der die fünf Fastensonntage und der Palmsonntag von der Zählung ausgenommen sind.

Rohstoff Palmzweige des Vorjahrs

Am Vormittag waren die Gläubigen zu einer Messfeier in die Stadtpfarrkirche gekommen. Die Asche wird aus den Palmzweigen des vergangenen Jahres gewonnen, die üblicherweise durch die Mesner am Faschingsdienstag verbrannt werden.

Um eine möglichst graue und nicht etwa schwarze Konsistenz zu erhalten, dürfen allerdings nur die Palmkätzchen ohne sonstige Zugabe verbrannt werden. Nach dem Erkalten des Ofens muss die Asche nur noch gesiebt werden, um dann am darauffolgenden Tag zum "Äschern", wie die Herzogenauracher zu sagen pflegen, Verwendung finden zu können.

Auf den Kopf oder die Stirn

Die so vorbereitete Asche wurde im Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena gesegnet bevor Stadtpfarrer Helmut Hetzel und Kaplan Pater Moison Michael MSFS den Gläubigen Asche auf den Kopf rieseln ließen oder auf persönlichen Wunsch das Aschenkreuz auf die Stirn zeichneten.

Mit den Worten "Kehrt um und glaubt an das Evangelium ", hatten sie zuvor an die Zeit der Buße und Umkehr erinnert.

Bereits im Lesungstext aus dem Buch Joel wurde zur Umkehr aufgefordert. Pater Moison rief in der Begrüßung und in der Predigt die Gläubigen dazu auf, ihr Leben von Gott neu ausrichten zu lassen.

Nicht schon genig Einschränkungen?

In einer besonderen Zeit in die Kirche zu gehen, habe einen besonderen Grund. Bei Beginn der Fastenzeit stelle sich die Frage, ob wir nach über einem Jahr mit starken Einschränkungen noch die Fastenzeit mit ihren vielen Beschränkungen brauchen würden.

Die Fastenzeit sei die große Vorbereitungszeit auf das Osterfest . Das Aschekreuz erinnere an die Endlichkeit des Lebens.

Durch das Kreuz werde uns neues, ewiges Leben durch Christus geschenkt. Auch seien die Gläubigen durch das Aschekreuz untereinander und mit Gott verbunden. Mit den Worten: "Wir können eine neue Zeit beginnen im Glauben an die Auferstehung", beendete Pater Moison Michael seine Predigt.