Zahlreiche Gläubige freuten sich, dass das Antoniusfest am Lauberberg in diesem Jahr wieder stattfinden konnte. Zur Feier des Tages weihte Pfarrer Kilian Kemmer einen neuen Christuscorpus für das Kreuz am Lauberberg.

Den Gottesdienst zelebrierte er gemeinsam mit Pastoralreferent Christian Lauger und drei Ministranten. Für die musikalische Umrahmung und die Unterstützung des Gemeindegesangs sorgten Petra und Thomas Fischer . „Wir haben das Singen noch nicht verlernt, Gott sei es gedankt“, sagte Kemmer.

Er dankte auch für die inzwischen entspannteren Umstände, die den wöchentlichen Gottesdienst wieder möglich machen – verbunden mit der Hoffnung, dass sich die Coronasituation weiter entspannt.

In seiner Predigt ging Kemmer auf das Evangelium vom Seesturm ein. Die Erfahrung der Jünger im Boot war, dass durch einen Sturm Wasser in das Boot eindrang und ihr Leben bedroht war. „Jeder von uns hat schon Turbulenzen und Angst erfahren, sei es im Flugzeug, im Zug oder auf einem Schiff“, so Kemmer. Der Sturm sei aber vor allem eine Parabel für unsere Verwundbarkeit – sei es durch Corona oder andere Krankheiten und Stürme des Lebens. „Auch unser Glauben bleibt verwundbar.“ Denn eine Turbulenz kann auch eine Krise sein – ob nun wirtschaftlicher, gesundheitlicher oder persönlicher Art. In derartigen Situationen ändere sich der Blickwinkel auf das Leben.

Bezogen auf Corona sitzt die ganze Welt zunächst einmal im gleichen Boot – einfache Menschen in Afrika genauso wie Millionäre in Europa. „Aber bringt das ein mehr an Solidarität?“ Die Realität zeige vielmehr Impfdrängler und Maskenaffären.

Zeitgleich gebe es eine Kirchenkrise, von außen wie innen. „Es kann nicht so weitergehen“, sagte der Geistliche . Die aktuelle Situation sei die Prüfung der Kirche dieser Tage. Krise als Chance heiße: Nicht weggehen, vielmehr hinschauen, hinhören und reden, nicht schweigen. Jesus frage uns heute: Habt ihr noch keinen Glauben? Damit verbunden sei auch ein Anliegen an Jesus: „Bitte steh auf und hilf, dass sich die Stürme legen.“

Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Kemmer einen geschnitzten und gefassten Christuscorpus, der in Zukunft am hölzernen Kreuz auf dem Lauberbergareal angebracht wird. Die Vermittlung hatte Georg Schockel aus Sterpersdorf übernommen. Gefertigt wurde der Christuscorpus nach dem alten Vorbild von Holzbildhauer Johan Emmerling in Hallstadt aus Eichenholz für 3200 Euro. Die Kosten wurden durch Spenden und die Kirchenstiftung Sterpersdorf beglichen. Die Farbfassung durch die Firma Schmuck in Bamberg zum Preis von rund 1130 Euro wurde von einem Spender übernommen.