„Das kann sich schon sehen lassen“, war das Resümee zum Abschluss der Solibrot-Aktion der Weisendorfer Zubzas. Mit der Aktion „Hand in Hand fürs Nagaland “ helfen Weisendorfer Grundschüler seit 2008 den Kindern aus armen Familien in Sechü-Zubza, Nagaland – einem indischen Bundesstaat. Dort können viele Eltern ihre Kinder nur mit finanzieller Unterstützung zur Schule schicken, wie Ernst Klimek erklärt.

Deshalb boten die jungen Helfer bereits zum 13. Mal vor der Kirche St. Josef nach dem Gottesdienst das Solibrot an, das die Bäckerei Gumbmann aus Buch gespendet hatte. Die Kommunionkinder der Grundschule freuten sich, als der Verkaufstisch leer und 330 Euro an Hilfsgeldern eingenommen waren.

Zudem las eine Schülerin während des Familiengottesdienstes den Brief des Patenkindes Vilhoukhotuo vor, für den eine Grundschulklasse die Schulgebühr seit Jahren übernimmt. Das Patenkind in Sechü-Zubza hat vier Geschwister und muss wegen des weiten Schulweges in einem Hostel in Zubza leben. In dem Brief bedankt sich Vilhoukhotuo mehrmals für die Übernahme seiner Schulgebühren und dafür, dass er die Don-Bosco-Schule in Zubza besuchen darf.

Ein weiterer Brief

Die 16-jährige Prescilla schrieb ebenfalls einen Brief: „Mit eurer Hilfe ist es mir möglich, die Schule zu besuchen. Ich habe fünf Geschwister und meine Mutter starb, als ich fünf Jahre alt war. Als ich erfuhr, dass meine Schulgebühren für Klasse elf und zwölf von euch übernommen werden, war ich so froh und glücklich. Es ist ein großer Segen für mich, und mein Berufswunsch, Lehrerin zu werden, kann jetzt hoffentlich gelingen.“

Regina Lehninger und Sandra Ebersberger hatten die Solibrot-Aktion und den Gottesdienst vorbereitet.