„Bohnakern“ haben in Franken schon seit Jahrhunderten Tradition und galten vom 16. bis ins 19. Jahrhundert als Arme-Leute-Essen.

Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts haben auch die übrigen Bevölkerungsschichten die Spezialität für sich entdeckt. Fränkische Bohnakern mit Klöß und Rauchfleisch ist für viele Franken ein echtes Lieblingsessen.

Die Hauptrolle spielen die Klöße sowie die Soße und die Bohnen wachsen meist im eigenen Garten.

Sehnsüchtig erwartet

Vor einigen Jahren ließen die Freien Wähler Heßdorf diese Tradition wiederaufleben und das jährliche Bohnakernessen erfreut sich wachsender Beliebtheit. Nach der zweijährigen Corona-Pause wurde der heurige Termin bei den „Feinschmeckern“ herbeigesehnt und auch dank des guten Wetters waren die Plätze vor dem alten Feuerwehrgerätehaus schnell besetzt.

Bereits um 11 Uhr fanden sich die ersten Gäste ein und eine Viertelstunde später waren auch die Klöße fertig.

Auch die Vegetarier kamen ganz einfach auf ihre Kosten, eben ohne Rauchfleisch, und erwartungsgemäße waren die Töpfe am Ende geleert.

Richard Sänger