Obwohl Augustine viel lieber ihre Premiere im Adelsdorfer Schlossgarten gefeiert hätte, tanzte sie am vergangenen Sonntag in der Aischgrundhalle vor den Kindern und ihren Eltern und erhielt viel Beifall. Wegen des unbeständigen Wetters musste das Fränkische Sommertheater mit dem Stück „Augustine will tanzen“ kurzfristig in die Halle umziehen.

Neugierig saßen die Kinder mit ihren Eltern vor der Bühne und begeistert genossen sie das Spiel um Augustine (Christina von Roit: Kostüme) und Onkel Rudi (Jan Burdinski: Text und Regie). Natürlich konnte man vorher noch Popcorn und Getränke kaufen – fast wie im Kino.

Die Geschichte: Clownin Augustine steckt voller Ideen, und es kribbelt sie bis in die Finger- und Fußspitzen, wenn sie Musik hört. Dann wollen nämlich ihre lustigen Einfälle Beine kriegen und die bunte Welt entdecken.

Onkel Rudi dagegen ist ein strenger Gelehrter, und er unterhält sich am liebsten mit seiner Computermaus, „weil die für alles eine Antwort weiß“, meint er. Der alte Herr versteht einfach nicht, dass Augustine so gern mit Lupe und Fernglas auf die Erde oder in den Himmel schaut, um von Insekten, Wolken und Bäumen das Tanzen zu lernen.

Die zappelige Augustine meint aber, dass ihr Onkel noch nicht zu alt ist, um mit ihr auf Forschungsreise zu gehen und dabei das Tanzen zu lernen. „Bewegung kann nicht schaden“, ermahnt sie den Onkel. „In meinem Haus ist das Tanzen verboten“, poltert der.

Die Kinder waren von Anfang begeistert dabei. Sie erfuhren, dass „die Erde um sich selber tanzt und der Mond um die Erde tanzt“. Auch über die Insekten lernten sie viel und fröhlich sangen sie das Lied von der Wanze („Auf der Mauer, auf der Lauer“) mit. Sie lernten, dass die Bienen und andere Insekten auf einer Wildblumenwiese viel Nahrung finden. Und schon summte der Saal zusammen mit Onkel Rudi und Augustine das Kinderlied „Summ, summ, summ…“. Auf einmal konnte Rudi singen und zum Schluss schwang er sogar mit Augustine das Tanzbein.

Viele Kinder in der Aischgrundhalle taten es den beiden gleich. „Mir hat gefallen, dass der Onkel Rudi auf einmal getanzt hat, und dass man auch mit der Lupe lernen kann und nicht nur mit dem Computer“, verriet Marie-Luise (7) begeistert. Elias (4) war vom Insektenhotel angetan und dass der Onkel Rudi am Schluss getanzt hat. Sarina (5) fand das Stück sehr schön. „Ich hab viel gelernt und sogar meine Mama hat getanzt“, verriet sie.