Für Unmut und Diskussionen sorgte einmal mehr der Autobahnausbau im Gemeindegebiet bei Heßdorf . Bei der Sitzung des Wasserzweckverbands zur Wasserversorgung der Seebachgruppe in der Aula der Grundschule in Hannberg waren die Verbandsräte mit der Vorgehensweise der Arge A-3-Steigerwaldautobahn nicht so richtig einverstanden. Denn im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen an der A 3 entsteht auch Handlungsbedarf für den Zweckverband Seebachgruppe und die Gemeinde Heßdorf .

Dazu wurde der Verbandsversammlung eine Gestattungsvereinbarung zu den Leitungsverlegungen (Querungen mit Trinkwasserleitungen und einer Abwasserdruckleitung) vorgelegt, die nicht allgemein auf Zustimmung stieß, denn auf die Gemeinde Heßdorf und den Zweckverband kommen dafür erhebliche Kosten zu. Klaus Kellermann vom Ingenieurbüro ITEC stellte der Verbandsversammlung die bislang bekannten Planungen, insbesondere die Brückenbauwerke vor.

Trinkwasserleitungen betroffen

Aktuell werden Brückenbauwerke errichtet, die die bestehenden Trinkwasser- und Abwasserdruckleitungen überbauen. Folglich müssen Leitungen zeitnah umverlegt werden. Betroffen sind folgende Bereiche: Querung der A 3 mit einer Trinkwasserleitung im Bereich Kosbach und im Bereich Hannberg/Röhrach. Die Kosten schätzt der Planer auf nahezu 700 000 Euro.

Die Kosten für die Querungen im Bereich Hannberg/Röhrach werden aufgeteilt. Die Kosten für die Verlegung der Abwasserdruckleitung in Höhe von knapp 223 000 Euro muss die Gemeinde Heßdorf selbst tragen. Darüber kam im Gremium Unmut auf, weil die Leitungen gegenüber der früheren Planung nun doch neu verlegt werden müssen. Bei der Autobahndirektion , die von der Arge abgelöst wurde, hätten die Planungen noch anders ausgesehen.

Auch mit der Kommunikation der neuen Bauherren des sechsstreifigen Ausbaus zeigten sich Verbandsräte unzufrieden und weder Bürgermeister Horst Rehder noch Planer Klaus Kellermann konnten die Unklarheiten ausräumen. Allerdings drängt die Zeit, spätestens im Juni muss die Umverlegung der Leitungen erfolgen.

Letztlich entschied sich das Gremium dann aber, die Gestattungsverträge, die festlegen, wo die Leitungen verlaufen sollen, anzuerkennen.

Allerdings wurde auf Verlangen der Verbandsräte im Beschluss festgelegt, dass der Zweckverband dazu auch rechtlichen Beistand in Anspruch nimmt.