Die Gemeinschaftsversammlung der VG Aurachtal hat einstimmig den von Kämmerin Katy Schumann präsentierten Haushaltsplan für das Jahr 2021 verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 1,05 Millionen Euro (Vorjahr 954 388 Euro) und im Vermögenhaushalt mit knapp 90 000 Euro (62 000 Euro) ab. Die Verwaltungsumlage wird auf 178,30 Euro und die Investitionsumlage auf 2,29 Euro pro Einwohner festgesetzt. Bei der Schulverbandsumlage der beiden Gemeinden werden 176 Verbandsschüler (ohne Gastschüler) zugrunde gelegt. Die Umlage für den Sachaufwand beträgt je Schüler 375 Euro.

Wie die Kämmerin ausführte, wird der nicht gedeckte Finanzbedarf der Schule zur Finanzierung von Ausgaben im Vermögenshaushalt auf 28155  Euro festgesetzt und auf die Gemeinden Münchaurach und Oberreichenbach umgelegt.

Die Investitionsumlage je Schüler beträgt 160 Euro. Vorsitzender Robert Klaus Schumann beschrieb den 1,05 Millionen Euro starken Verwaltungshaushalt als wenig spektakulär.

Die Personalkosten , die mit 709 230 Euro (619 330 Euro) 67,40 Prozent des Verwaltungsetats besetzen, sind um 14 300 Euro gestiegen - oder 2,53 Prozent. Die Differenz zu 2020 ergibt sich unter anderem aus der Tarifanpassung, auch wurde ab 1. September eine Auszubildendenstelle aufgenommen.

Investitionen in die Schulen

Besonderen Wert legen die beiden Bürgermeister Klaus Schumann und Klaus Hacker auf die Ausstattung der Schulen. So wird sich ein Defizit von knapp 31 000 Euro ergeben. Der Aufwand pro Schüler für diesen Bereich liegt damit bei 168,49 Euro (184,73 Euro). Die aktuelle Schülerzahl einschließlich Gastschülern beträgt 183 (172).

Zudem hat sich die VG bereiterklärt, die Kosten der 60-stündigen Ausbildung des Schulhundes in Höhe von 1170 Euro zu übernehmen.

Bei der Position Zuschüsse wurde ein Betrag von 4400 Euro an die Jugendkapelle Aurachtal für kostenfreien Musikunterricht in der ersten und zweiten Klasse aufgenommen. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Abteilung Bläserjugend des Nordbayerischen Musikbundes und ist eine Kooperation zwischen Grundschule und der Jugendkapelle, das Unterrichtskonzept sieht eine Schulstunde pro Woche vor.

Aufbauend auf den Musiklehrplan steht das Ausprobieren von allen Orchesterinstrumenten (Blas-, Streich-, Zupf-, Tasten- und Schlaginstrumente) im Zentrum. Eine Musikfachkraft der Jugendkapelle mit abgeschlossenem Musikstudium der Elementaren Musikpädagogik unterrichtet im Tandem mit der Grundschullehrkraft. Der Unterricht beginnt im zweiten Halbjahr der ersten Klasse und wird bis zum Ende der zweiten fortgesetzt.

Außerdem wurde im Haushalt ein Ansatz für Verstärkerfahrten für zusätzliche Schulbusse in Höhe von 3300 Euro aufgenommen. Damit soll während der Pandemie mehr Abstand in den Schulbussen sichergestellt werden.

Digitalisierung ein großes Thema

Unabhängig vom Thema Digitalisierung sind für die Schule verschiedene Anschaffungen im Wert von 31 000 Euro geplant, davon 12 000 Euro für die Neumöblierung und 3000 Euro für Ergänzungen bei den Schulmöbeln nach Bedarf sowie 16 000 Euro für Luftreinigungsgeräte. Für sechs Klassenzimmer sollen mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion zur Ergänzung der Fensterlüftung beschafft werden. Bestenfalls kann die Anschaffung über ein Förderprogramm bis zu 50 Prozent bezuschusst werden.

Als Grundvoraussetzung für häusliches Lernen hat Bayern zur sofortigen Beschaffung von Schülerleihgeräten zusätzlich Sondermittel bereitgestellt. Die Verwaltungsgemeinschaft konnte damit im vergangenen Jahr 28 Tablets und zwei Laptops anschaffen. 2021 stehen Beschaffungen zum Thema "Sonderbudget Lehrerdienstgeräte" auf dem Plan.

Ziel ist es, die stationären, an den Klassenraum gebundenen Geräte durch mobile Lösungen zu ersetzen.

Bereits seit 2019 unterstützt der Freistaat die Schulen dabei, die IT-Ausstattung der Klassenzimmer zu verbessern. Die Regierung von Mittelfranken hat der VG ein Digitalbudget in Höhe von 14 355 Euro bewilligt. Bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausstattungskosten können aus diesem Budget bestritten werden. 2020 hat die VG davon 4160 Euro für die Anschaffung von drei Beamern und drei Kameras in Anspruch genommen. Mit den restlichen zugesagten Fördermitteln in Höhe von knapp über 10 000 Euro werden fahrbare Whiteboards beschafft.

Außerdem ist 2019 die bayerische Förderrichtlinie "Digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen" in Kraft getreten. Die Förderung betrifft unter anderem die digitale Vernetzung in Schulgebäuden (Aufbau und Verbesserung der schulischen WLAN-Infrastruktur). Der Eigenanteil beträgt zehn Prozent. Insgesamt wurden vorsorglich für 2021 und 2022 Gesamtausgaben von 73 500 Euro und dazu korrespondierende Förderleistungen von 66 000 Euro berücksichtigt, nachdem 2020 dazu keine Maßnahmen durchgeführt worden sind.

Die Beschlüsse zu Haushaltssatzung, Stellenplan und Finanzplan erfolgten einstimmig und ohne Wortmeldungen.