„Aufbruch“ heißt das Motto des Blockflötenkonzerts von „Coordinates“ am Sonntag, 22. Mai, um 17 Uhr im Saal der Fortuna Kulturfabrik .

Ob als neuer Weg, einzige Lösung, Innovation, schmerzhaftes Zurücklassen des Bisherigen oder mutiger Schritt voran: Das Aufbrechen bietet als allgegenwärtiges Motiv seit Jahrhunderten Inspiration für die Kunst.

Wendepunkte

Die vier Blockflötisten WenCheng Wei, Jonathan Volbers, Friederike Klek und Felix Gut-schi spüren in ihrem Programm dem Klima des Aufbruchs nach. Sie spannen dabei einen Bogen von der Musik des Mittelalters bis hin zu Werken aus der Gegenwart.

Das zentrale Werk des Konzerts bildet dabei WenCheng Weis Komposition „Geographic Coordinates of Memory“ – eine autobiographische Auseinandersetzung mit den großen Wendepunkten des Lebens, zwischen Asien, Europa, neuen Wegen, Chancen, Schwierigkeiten und der Zukunft.

Ähnlich erging es Heinrich Isaac , der mit seinem Lied „Innsbruck, ich muss dich lassen“ sowohl den Abschied von der Heimatstadt als auch von seiner Liebsten besingt. Jahrhunderte später greift Johann Nepomuk David den Welthit seines Landsmannes als Vorlage auf und problematisiert in seinen drei Variationen über das Thema die Trennung von Nord- und Südtirol.

Die Mitglieder des Ensemble „Coordinates“ lernten sich im Rahmen ihres gemeinsamen Studiums bei Professor Oberlinger an der Universität Mozarteum Salzburg kennen. Solistisch bei verschiedenen Wettbewerben ausgezeichnet, sind sie in unterschiedlichen Kammermusikformationen, von Mittelalter bis Jazz, aktiv. Von WenCheng Wei für seine Komposition zu einem Quartett formiert, arbeiten sie mit Freude an Neuem und Altem, probieren sich in verschiedenen Besetzungen sowie Arrangements und mutigen Programmen.

Karten im Vorverkauf zu 18 Euro gibt es in der Bücherstube Höchstadt und an der Konzertkasse für 20 Euro. Freier Eintritt für Schüler:innen, Auszubildende und Studierende. red