Einen Antrag zur Ausarbeitung eines Baulandkaufmodells "Wohnraum für junge Familien" hat Fraktionsvorsitzender Ralf Olmesdahl im Namen der Gemeinderatsfraktion der Adelsdorfer Bürger- und Wählerinitiative (ABWI) an Bürgermeister Karsten Fischkal und den Gemeinderat gerichtet. Erklärtes Ziel müsse dabei die Förderung der Verbundenheit zur Gemeinde Adelsdorf aus allgemeinen sozialen Gründen sein. Ferner sei es aus Gründen der Preissteigerung erforderlich, Bauland möglichst selbst zu vermarkten, ohne die preissteigernde Kalkulation eines eingeschalteten Investors .

Grundstücksankauf

Die Bedingungen, die für den Erwerb der Flächen gelten sollen, seien festzulegen, heißt es in dem Antrag der ABWI. Der Preis, den die Gemeinde bezahlt, sollte durch einen Gutachterausschuss oder einen vereidigten Sachverständigen festgelegt werden und sich nach dem gängigen Verkehrswert richten. Grundsätzlich sei eine geeignete Verwendung der eigenen Flächen zu definieren. Vorrangig sollten hier einheimische Wohnraumversorgungsprobleme berücksichtigt sein.

Bewertungspunkte

Unter Berücksichtigung verschiedenster Bewertungspunkte, rechtlicher Vorgaben und der Beachtung von EU-Richtlinien im Bereich der Gleichbehandlung sieht die ABWI die Einführung eines Punktesystems mit ortsbezogenen Kriterien als dringend erforderlich an. Als solche schlägt die ABWI dazu beispielsweise vor: Seit wann wohnen die Bewerber in der Gemeinde? Haben sie einen Arbeitsplatz in Adelsdorf ? Sind sie ehrenamtlich/sozialpolitisch engagiert? Bilden sie eine Lebensgemeinschaft oder Ehe? Weitere Punkte sollte es für Kinder oder Schwangerschaft geben. Berücksichtig werden sollten auch Einkommensmindest- und -obergrenzen für Paare und Einzelpersonen. Freibeträge für unterhaltsberechtigte Kinder seien einzuarbeiten. Auszuarbeiten sei ein prozentualer Anteil, zu dem sich Neubürger in geplanten Baugebieten niederlassen können.

Für die Aufnahme in die Vergabekriterien sollten zudem auch Ausschlusskriterien ausgearbeitet werden, wie zum Beispiel Vermögen und Immobilienbesitz . Für den Bau selbst sollen zusätzliche Regeln wie vernünftiger Umgang mit der immer geringer werdenden Ressource "Bauland" und der maximale Zeitpunkt, bis zu dem gebaut werden muss (Bauzwang), gelten.

Erreicht werden müsse mit dem Baulandkaufmodell, dass gerade die mit der Gemeinde verbundenen Familien nicht abwandern müssen. Diese jungen Familien gelte es, hier zu halten, und für sie Möglichkeiten zu erarbeiten, sich den Traum vom Eigenheim in ihrer Heimatgemeinde grundsätzlich zu erfüllen. red